Tomorrow City bei Volker (Friedrichstraße) - Woche A

Beiträge zu Spielrunden aus dem dritten Trimester 2025

Moderator: Vorstand

Jochen
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Re: Tomorrow City bei Volker (Friedrichstraße) - Woche A

Beitrag von Jochen »

Ich würde gerne meine Nachteile etwas anpassen.
Bisher habe ich:
Undicht: Aufgrund undichter Behälter, Schläuchen und Ventile treten immer wieder Flüssigkeiten aus. Das kann Nahrungsbrei, Urin, Kot, Schmieröl oder gar Treibstoff sein.
Daraus würde ich gerne "Technischer Defekt" machen. Solche Defekte könnten tatsächlich Lecks aber auch Quietschen oder ein elektrischer Blitz sein.
Hinzu käme "Ungewöhnliches Aussehen". Entweder aufgrund seiner mechanischen Erweiterungen oder aufgrund seiner roten Haare und seines nordischen Aussehens haben einzelne Menschen Vorurteile gegen ihn.
Gruß Jochen
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Volker
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Re: Tomorrow City bei Volker (Friedrichstraße) - Woche A

Beitrag von Volker »

Sorry, aber ich muss die Runde heute, 29.09.2025, leider ausfallen lassen. :(
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JuL
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Re: Tomorrow City bei Volker (Friedrichstraße) - Woche A

Beitrag von JuL »

15.9.

Waldo interessiert sich besonders für das Verschwinden von Dash. Laut Meldung
sei er Opfer einer Aberation geworden. Als Waldo sein Büro aufsuchte, sah es auf
den ersten Blick auch so aus, es gab entsprechende Kampfspuren. Diese waren
aber wohl nur sehr geschickt so eingerichtet. Denn Waldo spürte nichts vom Muster.
Aufgrund des Aberationverdachts wurde das Verfahren allerdings von den Badges
schnell ad Acta gelegt.

Was Waldo herausfindet ist, daß Dash zuletzt Belege gesammelt hat für einen
bevorstehenden Coup des Sammlers, der selbst für den Sammler sehr groß sein
soll.

Der Sammler läßt sich fast immer durch einen Automaten repräsentieren. Dieser
hat die Gestalt eines zwei Meter großen Samurais und wird Karada genannt.

Dash hat für seine Quellen nur Vornamen benutzt:
- Caroll
- Aubrey
- Kit
Doch durch Anmerkungen lassen sich Verbindungen herstellen:
  • Caroll: Amt, Sekretär(in) – arbeitet in der Spindel?!
  • Kit: Mitglied der Sammlerorganisation mit loserem Mundwerk
  • Aubrey: Zunächst gibt es keinen Hinweis, aber im Buchregal hat Dash die
    komplette Serie „Master & Commander“. Der Kapitän dort heißt Aubrey, also
    wird Dashs Quelle vermutlich ein Mitglied der Ordnungskräfte oder eher noch
    des Militärs sein.
Unterdessen haben Mrs. Braithwaite, Eleanor & ich Geld locker gemacht und neben
dem Hospital von Fennik ein Haus erworben und dort eine Suppenküche für die Armen
eingerichtet. Da steht die Eröffnung bevor, und wir sind natürlich beide dabei. Die
Mengen strömen auch herein, und Eleanor und ich verteilen beide Suppe. Für andere
aus unseren Kreisen ist die Eröffnung nicht glamurös genug – und wir sind mit unseren
Ansichten ja leider eher Exoten.

Waldo ist mit Eleanor und mir drinnen, schaut aber eher nur zu. Humphrey, ein
Bekannter Elsas, der wohl viel Seren benutzt, macht draußen den Einweiser. Elsa
achtet darauf, daß es keinen Ärger gibt. Joe ebenso.

Im Vorfeld hatten wir wenig Probleme mit den neuen Nachbarschaftswachen von
Papa Belafonte. Was denen draußen aber nun auffällt: Außerhalb der Suppenküche
gibt es mehr und mehr von der Nachbarschaftswache. Sie sind mit einer einheitlichen
Uniform ausgestattet, schwarz, mit einer Armbinde mit einem Augensymbol.

Elsa macht Humphrey darauf aufmerksam. Und Joe. Sie schauen mal. Waldo gibt mir
Bescheid. Die Straße vor unserer Küche ist recht leer. Fünf der Nachbarschaftswache
spazieren herum. Sie haben Robothunde dabei, die frei herumlaufen und alles
anknurren. Dadurch vertreiben sie die Leute.

Plötzlich springen drinnen Leute auf, die sich lauthals übers Essen beschweren.
Zuerst erschrecke ich mich, aber das sind auch für mich schnell ersichtlich
Agitatoren! Ich gehe zu ihrem Tisch, um mit ihnen zu reden und sie zu beruhigen.
Waldo sieht, daß diese Leute nicht hier dazu gehören. Ich sehe zu, daß ich die
Situation in den Griff kriege und konfrontiere die beiden.

Draußen „vermuten“ diese Nachbarschaftswachenleute „Ärger“ und wollen in die
Suppenküche. Elsa will sie davon abhalten. Mit Joes und Humphreys Hilfe kann sie
diese Schergen auch fernhalten – da von drinnen kein Aufruhr zu hören ist, gehen
sie glücklicherweise.

Einer der Leute drinnen schüttet mir verärgert über seine Niederlage noch seinen
Teller Suppe über. Mein Kleid wird schmutzig, aber sonst ist es kein Problem.
Waldo fragt daraufhin bei anderen Gästen, ob sie die beiden kennen. Ein
verneinendes Murmeln dieser anderen wird laut. So verlassen uns die beiden
Unruhestifter lieber. Draußen sehen sie die drei unsrigen und rennen schnell weg.
Joe hört noch, daß einer ruft: „Das war ja wohl ein Griff ins Klo, Kit.“

Da die Schlägertrupps nun weg sind, kommen auch wieder Leute hinein. Elsa, Joe
und Humphrey kommen von draußen rein. Und erwähnen Kit. Das macht Waldo
aufmerksam. Das war der Nichtverschütter; er hat einen Schlitz im Ohr. Wir
verabreden, daß wir uns später mal zusammensetzen, um 20 Uhr, in der Schwarzen
Möwe. Dann verfolgt Waldo die beiden Agitatoren. Was ziemlich komisch ist: Es
sind Spuren des Musters auf deren Spur. Waldo kann eine Tür finden, die in einer
Seitengasse an der Wand lehnt. An einem Teil, gegenüber der Klinke, findet er
Musterenergie, die wer für den Türtrick verwendet hat. Einer der beiden kann ihn
also oder hat einen entsprechenden Gegenstand - und sowas gibt es nicht überall!

Nach dem Eleanor und ich mit der Ausgabe fertig sind und für den Abend reguläre
Leute übernehmen, die wir eingestellt haben, begebe ich mich um 20 Uhr wie
verabredet zur Schwarzen Möwe. Ich verkleide mich, so gut ich kann. Ich habe
allerdings die Befürchtung, daß ich eher ähnlich bemüht aussehe wie die beiden
Agitatoren. Für Humphrey bürgt Elsa, also kann er auch gerne mit. Und ihn hat es
genervt, daß die beiden Streß gemacht haben, deswegen kommt er auch. Waldo ist
eine Viertelstunde früher da und besorgt uns einen Platz.

Joe merkt, daß dort auch Molochanhänger dabei sind, weswegen er ein wenig
vorsichtig ist. Aber sie scheinen nichts von ihm zu wollen.

Wenn ich an die Getränke in der „Möve“ denke, nehme ich besser einen Flachmann
mit etwas eigenem mit.

Elsa ist in der Gegend bekannt wegen Fennik und weil sie schon mehrfach half,
Nachbarschaftsstreitigkeiten zu schlichten. Daher ist man uns gegenüber hier
nicht mehr feindselig.

Waldo berichtet dann, daß der Name „Kit“ auch in Dashs Aufzeichnungen wäre. Und
er erzählt uns überhaupt einmal von denen. (Siehe oben.)
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Volker
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Re: Tomorrow City bei Volker (Friedrichstraße) - Woche A

Beitrag von Volker »

Hallo zusammen! Aufgrund Erkrankung findet heute, den 27.10. die Runde leider nicht statt. Sorry!
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JuL
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Re: Tomorrow City bei Volker (Friedrichstraße) - Woche A

Beitrag von JuL »

13.10.

[Diskussion: Was ist das Muster?]

Joe wird am Tag darauf angerempelt. Doch ihm fehlt nichts, im Gegenteil, er hat
einen Zettel in der Tasche. Ihm wird ein Rendez-vous angeboten, er soll keine
Badges mitbringen, um Mitternacht, an einer bestimmten Auslaßöffnung [wo? –
Rimside? Undercity? …?].

Joe spricht erst Elsa an, die wiederum Humphrey einlädt. Und Joe fragt Waldo,
der eigentlich eigene Nachforschungen anstellen wollte. Joe meint, daß Waldos
Kontakt – er meint wohl Kit – bestimmt wieder abhauen wollen würde. Dann fragt
Joe auch mich, ob ich dabei sein will, und ich bin sicherlich neugierig genug.

Ich nehme wieder meine Nachtsichtbrille und die Stun-Gun mit und trage mein
Fliegerkombi.

Waldo findet einen Brief im Briefkasten … von dem er uns aber nichts erzählt.

Der Ort, an den Joe gebeten wird, ist dunkel und ein Labyrinth aus Rohren und
Leitungen. Und eine Sackgasse. Und ohne Zeugen. Elsa versteckt sich etwas erhöht
und kommt nicht ganz mit. Ebenso Humphrey. Waldo bleibt noch ein wenig weiter
zurück, so daß nur Joe und ich vorne stehen.

Punkt Mitternacht öffnet sich die Auslaßöffnung wie eine Irisblende. Dahinter
stehen fünf kräftige Arbeiter und ein größerer Kerl mit Glatze. Alle tragen
Powerhandschuhe. Die Glatze stutzt ein bißchen und ruft dann „Schnappt sie
euch!“ Ups.

Joe schubst mich fort und fängt an zu laufen. Ich gerate leider ins Stolpern.
Der große ruft weiter, aber die anderen kommen. Zwei gehen auf mich, drei auf
Joe.

Joe kommt weg, aber die anderen stehen um mich rum. Ich fahre sie an, sie sollen
mich in Ruhe lassen. Sie zögern zwar, aber mein Oberschichtakzent hat sie
anscheinend verärgert.

Elsa schießt auf den Chef und trifft seinen Arm, so daß der den Hebel betätigt,
der die Iris wieder schließt. Nun schießt Humphrey auf einen bei Joe. „Mein Blut
für Moloch“, ruft der Getroffene. Waldo schaut derweil nach Türen. Allerdings
ist die, die ihm schnell auffällt, anscheinend zugeschweißt.

Joe nimmt den schwersten Schraubenschlüssel und schlägt heftig auf den gerade
Verwundeten. Der stolpert zurück. Er steht noch und lallt. Ich ziehe meine
Stun-Gun und schieße auf den rechten und treffe ihn auch so, daß er taumelt.
Dann wird es wieder heller – die Iris geht wieder auf. Joes packen ihn und
zerren ihn in Richtung Iris. Auch mein übriger packt mich am Bein und zerrt
mich dorthin. Aber Elsa schießt auf meinen und trifft ihn gut, worauf er mich
losläßt. Humphrey schießt auf einen von Joe, der ihn erschrocken los.
Waldo findet noch eine Tür, nicht zugeschweißt – aber auf der Höhe von Joe ...

Joe stößt seinen verbliebenen gegen die Wand. Der läßt ihn dann auch los. Ich
kann aus der Reichweite der Angreifer kommen, bin aber außer Atem. Doch der
Große ruft „Rückzug“, und die Leute laufen Richtung Iris. Elsa schießt noch auf
die Fliehenden und trifft auch einen. Auch Humphrey schießt ihnen nach. Er
erwischt alle drei von Joe, aber hinter ihnen schließt sich auch schon die Iris.

Wir ziehen uns ein paar Gassen zurück. Da Elsa wissen will, was die Molochleute
von Joe wollen, gehen wir mal wieder in die Schwarze Möwe.

Als Joe dort so nachdenkt, ist er sich sicher, daß das Gesicht des Vorarbeiters zu
denen gehört, die ihn in die Esse werfen wollte. Aber warum genau? Vermutlich
hat er irgendwas gesehen, was er nicht sollte. Aber er weiß nicht, was. Nur ein
unbekannter Wohltäter hat ihn gerettet und mit seinen Einbauten zusammengeflickt.
Aber schon erstaunlich, daß sie nach all den Jahren noch/wieder was von ihm
wollen.
(Die Essen und Öfen sehen aus wie die in Metropolis …)
Joe will aber auch seinen Retter kennenlernen. Ich erinnere mich an Doktor
Smith-Perry, der kann doch durch eine Trance so gut Erinnerungen hervorholen.
Doch zunächst fragt Elsa, ob ich auch in Gefahr bin, danke! Meine Welt ist
natürlich weit entfernt von [der Unterseite], aber ich bin durch meine soziale
Arbeit in Rimside wohl nicht ganz außerhalb von deren Reichweite. Andererseits
haben sie ja gesehen, daß auch ich mich meiner Haut wehren kann!
Waldo meint: „Vielleicht bringen sie noch mehr Leute mit.“

Hmpf. Dann bringe ich Joe zu Dr. Smith-Perry. Ich putze Joe etwas heraus, damit
er dort nicht unangenehm auffällt. Dr. Smith-Perry ist sehr nett. Er nimmt gerne
die berufliche Herausforderung an. Dafür will er eventuell einen Artikel über
diesen Fall schreiben, wobei Joe immerhin anonym bleiben soll. Er macht zunächst
Tests und stellt fest, daß Joe sehr zugänglich für Hypnose ist. Daraufhin
vereinbart der Doktor einen Termin am nächsten Freitag. Ich helfe Joe
unterdessen bei vorbereitenden Entspannungsübungen.

Derweil entspannt sich Waldo im Tropicana, und wir anderen kommen hinzu. Joe
nimmt die Sitzungskleidung, die anderen leihen sich was. Fran-Tutti ist fröhlich
wie immer, ist aber auch wie meistens schnell wieder bei anderen Leuten. Die
Musik und Show sind wie üblich klasse. Waldo wirkt allerdings ein wenig
angespannt.

Dann kommt eine der Zigarettenverkäuferinnen zu Waldo, der erschrocken
zusammenzuckt: Am Eingang steht ein ca. 2,10 m großer Samurai, sicherlich ein
Automaton, und winkt ihn zu sich. Das muß dann wohl Karada sein. Hm, er bewegt
sich ein wenig ungelenk. Hm, er will uns alle sprechen und das nicht hier.

Vor der Tür steht eine riesige Limousine. Es gibt Platz für den Chauffeur, diesen
Samurai und eine angenehm ausgestattete Passagierkabine. Dabei stößt der
Samurai beim Einsteigen an den oberen Rahmen der Limousine und beschädigt sie
leicht. Der uniformierte Fahrer ist ausgestiegen und öffnet uns die Türen. Er wirkt
aber etwas vierschrötig. Und er reicht uns schwarze Kapuzen … Hm. Waldo tauscht
seine gegen sein Cocktailglas. Wir ziehen sie dann mal über. Trotzdem versucht
Humphrey, die Fahrt nachzuvollziehen. Ich bemühe mich gar nicht erst.

Wir sind etwa eine Viertelstunde unterwegs. Ein längerer Halt deutet darauf hin,
daß wir vermutlich die Grenze zwischen zwei Stadtscheiben überquert haben.
Dann hält das Fahrzeug, aber der Chauffeur bittet, die Kapuzen noch einen Moment
aufzubehalten. Das Fahrzeug fährt noch über eine Schwelle und eine Garagentür
geht zu. Dann können wir die Kapuzen wieder abziehen. Der Chauffeur setzt sich
wieder auf seinen Sitz und nippelt am Drink.

Karada ist mit uns ausgestiegen und weist auf eine getäfelte Tür. Waldo stellt
sich vor ihn und fragt, ob alles ok sei. Für einen Augenblick legt dieser den Kopf
schief, als ob er es selbst nicht wüßte.

Wir lassen Waldo den Vortritt. Karada geht hinter uns. Der Gang, den wir entlang
gehen, ist sehr gewunden, so daß wir die Orientierung verlieren. Außer Waldo,
der seinen Cocktail vermißt. Und Humphrey merkt sich auch was. Aber er
bekommt davon Kopfschmerzen. Joe versucht einzuschätzen, was mit Karada los
ist, doch er kann den Finger nicht darauf legen. Bei so einer Maschine kann es
aber eigentlich kein normaler mechanischer Fehler sein.

Wir kommen dann zu einer Tür, und Waldo öffnet sie nach kurzem Zögern (ob er
nämlich lieber damit anderswo hingehen sollte). Wir kommen in einen etwa 60 qm
großen Raum, dessen Wände mit Panelen verkleidet sind. Dort stehen fünf Stühle,
vor einem großen Schreibtisch in der Mitte des Raums. Dahinter sitzt jemand, der
in einen sehr eleganten Zweireiher gekleidet ist und Lederhandschuhe trägt. Der
Raum ist indirekt beleuchtet und hinter der Gestalt ist Licht, so daß wir das
Gesicht der Person nicht erkennen können.

Als wir uns hingesetzt haben sagt die Gestalt: "Waldo, du hast dich ja lange
nicht gemeldet."
Waldo antwortet: „Hi, Dad.“ Oi!
Humphrey erkennt mit seinen Katzenaugen ein Gesicht, bekommt aber noch mehr
Kopfschmerzen.
Waldos Vater entschuldigt sich für seine Art uns einzuladen, aber was er mit
seinem Sohn besprechen will, würde wohl uns alle angehen.
Waldo fragt „Ich lag mit Kit richtig?“
Der Sammler, denn um diesen handelt es sich, antwortet: „Ja. Er hatte dich
gesehen und gepetzt.“ Er warnt Elsa und mich, daß Papa Belafonte nicht erfreut
sein würde. Hm, wo die Suppenküche steht, ist, soweit ich das mitbekommen habe,
eigentlich nicht dessen Gebiet.
Waldo meint: Apropos Gerüchte: [Dad] macht selbst mehr als normal.
Es stellt sich heraus, daß der Sammler Hilfe braucht, daß er aber auch uns
helfen kann. Sein fähigster Mitarbeiter sei nicht ganz er selbst. Aber der
Sammler hat einen Verdacht, wo Dash sein könnte.
Elsa fragt dann: „Was können wir für Sie tun?“
Der Sammler ruft Karada zu sich. „Sag mir, wer du bist“, fordert er ihn auf.
„Ich weiß es nicht“, antortet eine zerbrechlich wirkende, weibliche Stimme.
Wir alle sind entgeistert. Mir entfährt „Penelope?“
„Ich glaube ja“, antwortet "Karada".

Der Sammler kann den Automaton mit seinem neuen Mädchenbewußtsein nicht so ganz
gebrauchen. Aber wie können wir ihm helfen? Er sagt, er hatte einen Auftrag für
einen Klient aus Regierungskreisen, einem Mitarbeiter des Friedensministeriums,
einem Colonel Steel … das wird dann wohl Dashs Aubrey sein. Dieser hat den
Sammler beauftragt, einen Gegenstand wiederzubeschaffen, so etwas wie ein
Aufbewahrungsgerät für Bewußtseine. Dr. Green hatte ja so etwas entwickelt für
seine Tochter. Und daran kam der Sammler. Doch das, was geschehen sollte, ist
nicht so passiert wie gedacht: Penelope landete nicht im Transportbehälter,
sondern in Karada. Der Behälter ist leider zerstört worden. Steel wollte das
Gerät nutzen, um Penelope von irgenwoher in den Behälter zu laden. Was er wohl
mit ihr will?

Dash ist ihnen wohl auf die Schliche gekommen. Da ist dem Sammler die Erkenntnis
gekommen, daß er nicht alles machen sollte … Was ihm Waldo wohl schon oft
vorgehalten hat. Dash wird vermutlich in einem Regierungsgefängnis zur Befragung
sitzen.

Der Sammler hätte nun gerne Karada wieder, ohne daß es den Verdacht erregt, daß
der Sammler irgendwie gegen Steel oder das Friedensministerium sein würde. Er
bittet nun Karada/Penelope, vor die Tür zu gehen. Dann teilt er uns mit, daß
dieser Steel ausdrücklich das Bewußtsein von Penelope haben will. Dem Sammler
wäre Penelope nicht so wichtig, aber eben Karada. Wir sollten also irgendwie
Penelope aus Karada herausholen. Dafür erkundigt er sich, wo Dash ist. Elsa
fragt noch nach Unkosten, die der Sammler übernimmt, wenn diese nicht
übertrieben sind.

Immerhin will der Sammler nicht mit Steel Kontakt aufnehmen, daß dieser Penelope
aus Karada holt. Der Colonel weiß nämlich noch nichts vom Mißgeschick. Er erwartet
die Lieferung in 17 Stunden. Also keinen Druck …

Elsa sagt dem Sammler, daß wir uns alleine Besprechen wollten. Dieser zieht sich
daraufhin zurück – wörtlich, der Schreibtisch fährt nach hinten. Dafür läßt er um
uns Schallschutzwände vorfahren.
Elsa fragt nun die große Frage: „Wer von uns hat die Fertigkeit, das zu tun?“
Nämlich Penelope aus Karada herauszuholen.
Elsa & ich: K.A.
Joe hat Ideen.
Waldo denkt, wir könnten noch einmal in Dr. Greens Labor nachschauen.
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JuL
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Re: Tomorrow City bei Volker (Friedrichstraße) - Woche A

Beitrag von JuL »

10.11.

Waldos Vater, der Sammler, erlaubt uns, die Transportkiste, die für Penelopes
Geist vorgesehen war, mitzunehmen.

Humphrey erzählt auf Nachfrage, daß Col. James Steel ein fieser Kriegsgewinnler
ist und über Leichen geht. Er hat aber seine Schäfchen ins Trockene bringen
können, anstatt daß er unehrenhaft entlassen wurde.

Joe will sein Netzwerk als Broken befragen. Dazu nimmt er Humphrey zur
Unterstützung mit, wegen der Molochs.

Waldo - der, wie wir nebenbei erfahren, eine Freundin hat, die ich natürlich
unbedingt bald einmal kennenlernen muß! - will mit Elsa als Bedeckung noch
einmal Dr. Greens Labor aufsuchen. Sie steigen mittels seiner immer wieder
erstaunlichen Fähigkeit über die obere Kellertür ein, was auch problemlos
gelingt. Es ist dunkel, und sie lauschen. Jenseits der Kellertür gibt es oben
Bewegung. Die ist nicht vorsichtig, sie hören auch Gesprächsfetzen. Es sind
wohl zwei Leute von der Peaceforce, die als Wachen eingeteilt sind. Aber sie
haben die unsrigen nicht bemerkt. So schleichen die beiden leise hinunter und
untersuchen die Räume.

Währenddessen besuche ich Bettys Vater, wo ich hoffe, mehr über Automatons
und deren Bewußtseine zu erfahren. Und er könnte etwas über die Kiste wissen.
Er ist uns immer noch für die Rettung Bettys dankbar und versucht sein bestes.
Leider weiß Mister Cooper nur etwas über Roboter, aber wenig über Automatons.
Auch diese Transportkiste läge jenseits seiner Möglichkeiten, doch er untersucht
sie wenigstens einmal: Die Schäden in ihr scheinen ihm durch Musterenergie
verursacht, eine Überlastung. Außerdem findet er eine kleine Platine, die mit
den Buchstaben N.T. gekennzeichnet ist - etwa Nikolas Tesla? Einstein und
Oppenheim haben Musterenergie in tödliche Waffen verwandelt. Tesla wollte
dadurch Energie gewinnen und wurde verlacht. Mehr kann er bedauerlicherweise
nicht herausfinden. Da Mr. Cooper uns alle kennenlernen will, mache ich eine
Verabredung zum Kaffeetrinken mit ihm, Betty und meinen Gefährten aus.

Joe & Humphrey hören über das Netzwerk Joes von einem gewissen [Zip?]. Dieser
ist mit Vorsicht zu genießen, da er einen Großteil seiner Verkäufe innerhalb der
Fabrik macht - er könnte auch ein Molochjünger sein!

Waldo und Elsa suchen im Keller mehr nach Geheimfächern. Und betrachten den
Schrein für Penelope. Penelopes Tank können sie nicht mehr untersuchen, denn der
ist abgebaut worden.

Im Schrein gibt es tatsächlich ein Wandpanel, in dem ein Tagebuch Dr. Greens
versteckt ist, das sich mit den Versuchen bezüglich seiner Tochter beschäftigt.
Er hatte tatsächlich zunächst versucht, ihr Bewußtsein in einen Automaton zu
versetzen. Dafür hatte er Versuche mit einem Unfallopfer gemacht, wie bei einem
Broken. Was er dann für Penelope überlegt hatte. Doch die psychische Belastung
war ihm zu groß für seine geliebte Tochter. Aus dem gleichen Grund hatte er auch
das mit dem Automaton aufgegeben. Die Idee mit dem anderen, menschlichen
Körper hat er dann selbst entwickelt. Vorher hatte er im Kontakt gestanden mit
einer Hazel Flannigan, eine seiner Patientinnen wegen deren Verschönerung und
auch lebensverlängernder Maßnahmen. Sie sei eine sehr begnadete Mathematikerin,
die trotzdem nur eine kleine Stelle im Landwirtschaftsministerium hatte. Schon
wieder das Landwirtschaftsministerium! Sie hat auch ausgesprochen gute Kenntnisse
für eine solche Übertragung in einen Automaton. Waldo läßt einen weißen Handschuh
im Fach zurück - sein Markenzeichen.

Dann treffen wir uns wieder alle bei mir. Hazel Flannigan steht im Telefonbuch.
Sie lebt wohl bescheiden in Midtown.

Joe und Waldo schauen sich den Transferkasten an. Die kaputten Spulen sind
normale Spulen. Die geometrische Anordnung der Spulen ist aber dazu gedacht,
Musterenergie abzuziehen. Dei Technik an sich ist leicht für Joe, aber der
Hintergrund der Musterenergie … Doch nach der Reperatur der Spulen, was kein
Problem für den fähigen Joe darstellt, sollte das Gerät wieder funktionieren.

Es gibt zwei Möglichkeiten, warum das Gerät kaputt gegangen ist: Einerseits
könnte zuviel Energie durch das Gerät geflossen sein. Aber auch, weil immer
Aberrations auftreten können, wenn man Musterenergie benutzt.

Derweil sprechen Elsa und ich mit Karada. Das ist auch kein Problem. In einem
der Dachgärten über den Wolken treffen wir uns mit ihm. Er betrachtet gerade
gedankenverloren ein paar Tauben. Wir zeigen ihm ein Bild von Penelope. Er
schaut es sich an und sagt: „Ich erinnere mich. Armes Mädchen. Kein Vater,
keine Mutter.“ Plötzlich greift er Elsa an den Armen und schüttelt sie: „Keine
Mutter!“ Das klingt nicht so, als würde sie nur den Verlust ihrer eigenen Mutter
beklagen!

Wir fragen Penelope/Karada nach Hazel Flannigan: Ihr Vater hat sie behandelt.
Sie ist alt, sehr alt. Aber sie sieht nicht so aus.

Auf Elsas Frage sagt Penelope, daß Karada noch in einem tiefen Winkel des
Automatongehirns sein würde. Elsa meint, daß sich die beiden vielleicht einmal
unterhalten sollten, und Penelope stimmt zu.
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JuL
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Re: Tomorrow City bei Volker (Friedrichstraße) - Woche A

Beitrag von JuL »

8.12.

Hazel dürfte Carrol aus Dashs Aufzeichnungen sein.

Waldo fragt und Joe sagt, daß in der Transportkiste auch Speicherelemente sind.
Könnten wir Karada provisorisch in der Kiste speichern? Auch keine gute Idee,
Karada ist weiterentwickelter als andere Automatons - vielleicht gar
hardwarekondiert in seinen Körper.

Neue Idee: Da wir Penelope auf gar keinen Fall an Steel geben, aber Waldos
Vater auch nicht in die Bredouille bringen wollen: Wir könnten die Transportkiste
so manipulieren, daß sie geladen wirkt. Dann geben wir, respektive der Sammler,
sie wie vereinbart an Steel, und sie geht kaputt, am besten, wenn er sie zur
Übertragung anschließt.

Was machen wir nun mit Penelope? Wir könnten den Engel reparieren und sie dann
hineintransferieren. Wir nehmen sehr an, daß der Engel für sie nicht so beengt
ist. Waldo kann Joe beim Reparieren und Übertragen helfen, weil er etwas von
Musterenergie versteht. Elsa und ich gehen derweil Hazel besuchen.

Als wir bei Hazel ankommen, ist vor dem Haus etwas Gedränge. Ein Motorrad der
Friedenstruppe und ein Krankenwagen stehen vor der Tür. Seufz. Zwei Robotträger
bringen eine Trage hinten in den Krankenwagen. Es fällt uns auf, daß die
menschlichen Rettungskräfte ausgesprochen entspannt sind. Ich frage die
Umstehenden, was los sei. Aus Gesprächsfetzen höre ich etwas davon, daß das
Opfer älter sei und einen Gasofen habe. Aber auch, daß es überfallen worden sei.
Gerüchte.

Also frage ich direkt die Sanitäter. Der eine sieht bemerkenswert vierschrötig aus
… Aber er antwortet mir natürlich: Das Opfer sei in der Tat Hazel, sie hätte eine
tödliche Gasvergiftung erlitten. Er schaut mich dann eindringlich an, als ob er
sich mich merken will. Ich widerstehe seinem Blick. Und er hat eine Ausbeulung
wie Elsa … Aus dem Augenwinkel sehe ich, daß er ein Gerät, welches er am Kopf
hatte, in die Jackentasche gleiten läßt. Ein Funkgerät? Aber dann steigen sie in
den Wagen und verschwinden. Wir entscheiden uns, zu folgen – vielleicht ist Hazel
gar nicht tot, und die angeblichen Sanitäter wollen sie bloß entführen. Taxi, folgen
Sie diesem Krankenwagen!

Währenddessen schmeißt Humphrey einen Drogencocktail ein, damit er Joe besser
helfen kann. Waldo unterstützt eben mit seiner Mustererfahrung. Dann machen die
drei sich erst an den Engel, und daraufhin an den Transfer. Der Cocktail scheint
gut zu wirken - wenn nur nicht später die Nebenwirkungen wären. Aber der Transfer
Penelopes gelingt!

Dann stehen die drei vor einem beeindruckenden Karada und einem noch
beeindruckenderen Engel, auf dem sich langsam das Gesicht Penelopes
manifestiert. Sie muß sich erst an diesen Körper gewöhnen. Die Flügel sind
gefährlich mit ihren scharfen Klingen. Karada verbeugt sich sehr tief vor den
drei und bedankt sich formell auf Japanisch, auch im Namen von Waldos Vater.

Inzwischen folgt das Taxi dem Krankenwagen; der wird vom Friedenstruppenmotorrad
irgendwann alleine gelassen. Der Krankenwagen ist lange unterwegs; er bewegt sich
auch eher in Richtung Stadtmitte. Doch bevor er die Grenze dahin erreicht, fährt er in
eine Garage. Moes Motorräder. Das ist kein Krankenhaus, zumindest nicht für Menschen.

Wir lassen das Taxi natürlich vorbeifahren. Eine Ecke weiter steigen wir aus und
schauen uns um. Aus der Garage hören wir eine sehr laute, erboste Stimme, männlich.
Laut dieser sollte Hazel nur für eine Weile aus der Stadt gebracht werden, nicht für
immer! Hm, sie ist also in der Tat tot. Wie traurig.

Den Blick in die Garage, um zu sehen, wer gesprochen hat, riskieren wir lieber nicht,
gerade nachdem der eine mich so angeschaut hat. Stattdessen nehmen wir erneut ein
Taxi und lassen uns zurück zur Wohnung Hazels bringen. Vielleicht können wir dort
noch etwas finden, bevor die Bösen auf die Idee kommen, Spuren zu beseitigen. Dort
hat sich die Menge inzwischen zerstreut. Es ist nichts abgesperrt, insbesondere auch
nicht die Wohnungstür. Sehr schlampig, aber sehr günstig.

Hazels Wohnung ist ein recht bescheidenes Appartment. Unangenehm ist, daß Hazel
wohl im Bett gelegen hatte und es einen Kampf gegeben hat, mit entsprechend
unschönen Folgen. In diesem Bett liegt noch ein Drogeninjektor. Und unter dem Bett
schaut die Ecke eines Buchs heraus, "Der Zauberer von Oz", was mir unbekannt ist.
Wir blättern es durch, es geht wohl um ein Mädchen, das in irgendeine komische
Welt gerät und den dortigen Herrscher trifft, der nicht das ist, was er zu sein
scheint. Auf einigen Seiten stehen Anmerkungen. In einer eher schlecht lesbaren
Schrift, wohl von Hazel. Seltsame Anmerkungen.

Wir schauen uns noch weiter um. Bei den Fotos hier sind einige aus der
Gründungszeit von Tomorrow City dabei. Hazel ist darauf schon jünger … Aber
die Stadt ist um die Jahrhunderwende gebaut worden. Auf den späteren Bildern
sieht sie nicht viel älter als fünfzig bis sechzig aus; sie müßte jetzt etwa achtzig
gewesen sein. Dr. Green scheint seine Arbeit bei ihr gut gemacht zu haben. Auf
einem Bild ist gar der Chef des Friedensministeriums, Carmine Grant, zu sehen,
der ihr die Hand schüttelt.

Ansonsten hat sie erwartungsgemäß viele Bücher über Mathematik. Auch wenn
weder Elsa noch ich vom Fach sind, ist uns klar, daß diese auf eine deutlich höhere
Liga hindeuten als ihr angeblicher Job im Landwirtschaftsministerium. Dieser
"Zauberer von Oz" ist das einzige derart alte Buch hier. Den Injektor nehmen wir
mal mit, natürlich auch das "Zauberer"-Buch.

Auf dem Rückweg fragen wir uns, warum sie jetzt wegmußte, und dabei eigentlich
ohne sie umzubringen? Und was heißt die Anmerkung "Das Buch verbieten?"? Kennen
tu ich's nicht, aber auch als Skyriserin kann ich nicht alle Bücher kennen.

Wir könnten den Sammler jetzt fragen, wie das mit Dash ist. Karada ist noch
bei uns. Penelope ist viel ruhiger. Der Bildschirm ist matt. Als ich sie anspreche,
leuchtet der Bildschirm schwach auf. Sie ist ok, aber es sei hier so weit und
leer. Es fühle sich einsam an. Es wäre niemand hier. Nur Impulse, aber kein
Bewußtsein, keine Personen.

Waldo fragt, was die Impulse machen. Penelope sagt, das wäre nur einfache
Elektrizität, aber sonst nichts. Auf ihrer Suche hat sie bislang niemand wie sie
oder Karada gefunden. Wo hat sie gesucht? Im Maschinenraum, in dem sie dann
war. Auch ganz zu Anfang gab es nur diese Impulse und Zahlen und schreckliche
Muster, die ihr Angst gemacht haben. Vermutlich Abberations. Aber all das läßt
mich noch stärker vermuten, daß etwas mit MUTTER ist und Penelope auch früher
schon nicht etwa ihre eigene Mutter gemeint hatte. Und das, was Hazel in das
Buch geschrieben hatte - hat MUTTER etwa nie existiert?

Auf Nachfrage sagt Karada, daß er nicht in diesem dunklem Netz ist. Er meint,
daß die Verbindung zum Netzwerk wohl durch den Engelskörper gegeben ist. Auch
er kann mit anderen Automatons nur normal kommunizieren wie wir auch.

Penelope hat den Überblick über die gesamte Weite, in der sie sich befindet. Es
gibt Übergänge zu noch was weiterem, wo die Muster sind, die ihr Angst machen.
Wir machen mit ihr quasi eine Musterkarte, auch wenn die Muster nicht statisch
sind.

Laut Waldo hatten die Leute, die Tomorrow City gebaut haben, schon Ahnung von
Musterenergie. Das ist vermutlich auch der Grund, warum Tomorrow City von den
Musterbomben verschont geblieben ist.

Karada bittet Waldo, seinem Vater mitzuteilen, daß Karada zunächst noch bei
Penelope bleiben will, damit sie nicht so alleine ist. Waldo zweifelt an der
Reaktion seines Vaters, will es aber tun.

Dann machen Joe, Humphrey und Waldo sich daran, die Transportkiste zu
manipulieren, damit sie dann kaputtgeht, wenn sie soll, was wohl auch gut
gelingt. Unsere drei Techniker machen sich so viel Aufzeichnungen über die Kiste,
wie sie können, auch wenn ihnen klar ist, daß das noch einige Arbeit wäre, sie
noch einmal nachzubauen.

Was sagen wir nun dem Sammler? Wenn wir Karadas Bitte nachkommen, müssen
wir ihm erzählen, daß Penelope im Engel ist. Also werden wir das tun. Karada und
Penelope lassen wir vorerst bei mir, ich kann genügend Platz bereitstellen, mit
der Bitte, auch dort zu bleiben.

Wir anderen machen uns mit der Kiste zum Sammler auf. Der Chauffeur vom ersten
Mal kommt, um uns abzuholen. Wo das ist, weiß auch Waldo nicht. Vermutlich eine
Lagerhalle. Er versucht, den Chauffeur zu überzeugen, aber auch er muß die
Augenbinde akzeptieren. Doch er versucht, sich den Weg zu merken. Er ist sich
sicher, daß es ein Häuserblock in Midtown ist. Die Räumlichkeit an sich ist
aber zweifellos mustermanipuliert.

Wir erzählen Waldos Vater unser Ding. Der Sammler aktzeptiert erfreulicherweise
Karadas Entscheidung. Der Sammler will den Austausch vornehmen und den Ort von
Dash vom Colonel einfordern. Karada kann sich Zeit lassen. Wir händigen dann die
manipulierte Kiste aus. Der Sammler scheint tatsächlich stolz auf Waldo zu sein.

Zurück bei mir kommt uns die Idee, daß Penelope eventuell die Stadt verlassen
könnte. Vielleicht verschwindet dann die Verbindung zum leeren Netz und es ist
für sie nicht mehr ganz so leer und einsam. Möglicherweise könnte sie zu den
Windborn.

Dann kommt auf einem Bildschirm von Mutter draußen eine Nachricht: Ein großes
Gebäude in Midtown brennt. Waldo weiß, welcher Ort das ist. "Gasexplosion in
Lagerhaus von Kunstmäzen. 20 Tote, darunter der Kunstmäzen."
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Volker
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Re: Tomorrow City bei Volker (Friedrichstraße) - Woche A

Beitrag von Volker »

Danke für die Zusammenfassung! :D

Und auch noch einmal vielen Dank an alle Mitspielenden! Es war mal wieder ein spannendes Trimester mit interessanten Charakter- und Storyentwicklungen! Ich freue mich bereits darauf, mit euch bei Gelegenheit die Stadt der Zukunft erneut aufzusuchen und ihr Schicksal sowie das der Charaktere weiter zu verfolgen!
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JuL
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Re: Tomorrow City bei Volker (Friedrichstraße) - Woche A

Beitrag von JuL »

Saluton!

Einen hab' ich noch:


22.12.

Also, unsere Fehlerschaltung, da sind sich unsere drei Techniker sicher, können
diesen Brand aber nicht verursacht haben!

Elsa wird leider abgerufen, weil ihre Gefährtin ein Problem in ihrem Krankenhaus
hat — Papa Belafonte macht Probleme — und geht verständlicherweise lieber
dorthin.

Wir benachrichtigen Karada über den Brand, per Telefon. Dann fahren wir mit
einem Taxi in Richtung Lagerhaus.

Das Gebiet um das Lagerhaus herum ist natürlich abgesperrt. Joe öffnet daher
einen Gullydeckel, seufz, und wir gehen untenrum. Joe kennt sich hier auch gut
aus. Aber es ist wirklich schmuddelig hier!

Vor Ort sind nicht nur die Feuerwehr mit Löschrobotern und die Bagdes, sondern
auch Leute, die nach Ermittlern aussehen. Am überraschendsten ist jedoch, daß
dort auch Lederjacken sind - Geheimpolizisten! Diese sammeln sich auch mal, und
mittendrin erkennen wir Carmine Grant! Er sieht zwischen besorgt und verärgert
aus.

Ein Teil des Feuers hat die Feuerwehr unter Kontrolle, aber ansonste brennt die
Halle lichterloh. Hineinzukommen wäre wirklich keine gute Idee, selbst mit
Waldos Möglichkeiten. Die Feuerwehr versucht im Moment hauptsächlich, eine
Ausbreitung des Brandes auf die Umgebung zu verhindern.

Waldo sorgt sich schon um seinen Vater. Eigentlich hat der immer verschiedene
Notfallpläne, aber bei einer direkten Konfrontation mit Steel … Der einzige
absolute Notfallkontakt, der ihm einfällt, wäre Spencer Layne, also Kid, der ja
bei Papa Belafonte eingeschleust wurde.

Dann kommt eine schwarze Limousine und ein weiterer Geheimpolizist steigt aus,
der zu Grant geht und ihm etwas mitteilt. Dieser wirkt danach ausgesprochen
frustriert. Er wirft einen letzten besorgten Blick aufs Gebäude, dann steigt er
in die Limousine, und diese fährt fort.

Der Brand sieht so aus, als wäre an verschiedenen Stellen Feuer gelegt worden,
nicht bloß an einer. Waldo will dort bleiben, aber … Mir fällt die Motorradwerkstatt
ein als unsere einzige Verbindung zu Steel und damit wohl zu Dash. Waldo meint,
wir sollten dort hingehen — und er schlägt ganz gegen seine normale Einstellung
vor, laut. Einen Termin im Friedensministerium bei Steel zu vereinbaren wird ja
wohl keine sinnvolle Idee sein. Joe, Humphrey und ich machen uns also dann auf
den Rückweg zu mir.

Irgendwann ist der Brand so herunter, daß zwar die Feuerwehr und die Ermittler
noch nicht hineingehen wollen, aber Waldo.

Auf dem Rückweg, es führt uns wieder Joe durch den Untergrund - wobei wir ja
auch Karada Bescheid geben sollten -, brauchen wir etwas länger, weil dort
andere Leute sind, die uns nicht sehen müssen.

Als wir, MUTTER sei Dank, wieder an der Oberfläche, aber noch das letzte Stück
zu Fuß auf dem Weg zu meinem Appartment sind, sitzt eine Bettlerin an der Seite,
und ich gebe ihr natürlich etwas. Daraufhin nimmt sie meine Hand, bedankt sich
und sagt, daß der Hof der Tauben ein Interesse daran hätte, daß der Vorschlag,
den eine hochgestellte Persönlichkeit mir bald machen würde, von mir angenommen
würde. Hm. Nun gut.

Und promt erwarten mich vor unserem Appartmenthaus zwei Geheimpolizisten. Joe
und Humphrey sollen — und wollen — zurückbleiben, ich gehe fröhlich auf sie zu.

Derweil bewegt sich Waldo vorsichtig durch die teilweise noch brennenden
Trümmer. Vorsichtig durchsucht er sie. Es gibt keine direkte Spur der verborgenen
Räume, in denen wir neulich waren. Aber im Büroflügel ist noch ein Gemälde an
einer Wand, er hätte es des Brandes wegen fast übersehen. Dort sind fernöstliche
Drachen abgebildet. Das erinnert Waldo an den einzigen Vater-Sohn-Ausflug, den
sein Vater je mit ihm gemacht hat, wo sie Drachensteigen lassen waren. Hinter
dem Bild ist ein Tresor.

Die Kombination ist das Datum dieses Ausflugs. Drinnen ist eine Mappe mit
verschiedenen Unterlagen: Daten zu Konten in der Stadt und auf der ganzen Welt.
Dazu ein kleines, schwarzes Buch mit Kontakten - und ein Briefumschlag mit einem
Brief des Vaters: „Wenn Du dies hier liest, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß ich
nicht mehr unter den Lebenden weile. Ich weiß, daß du schon immer auf eigenen
Beinen stehen wolltest. Ich habe aber nie die Hoffnung aufgegeben, daß du in
meine Fußstapfen trittst. Ich biete dir hiermit die Möglichkeit dazu. — Dad.“

Bevor die Ermittler kommen, packt er alles ein. Und er versucht mit seinen
Mustermöglichkeiten, dadurch verstecktes ans Licht zu bringen. Tatsächlich
gelingt es ihm, ein Untergeschoß auszumachen — das sind die Räume, in denen
wir uns mit dem Sammler getroffen hatten. Sie sind also unterhalb des Gebäudes
— und quasi extradimensional. Da sein Vater wohl kein Talent in dieser Richtung
hatte, hatte er offensichtlich ein Artefakt oder jemanden dafür bezahlt. Dieser
Teil des Gebäudes ist auch unversehrt. Wenn das Lagerhaus wieder aufgebaut ist,
stünden diese Räume wieder zur Verfügung. Dort befinden sich weitere Akten über
die Geschäfte des Sammlers und Listen über die Dinge, die der Sammler so hatte.
Da das den Ermittlern gut verborgen ist, kann Waldo danach auch später schauen.

Derweil erklären die beiden Lederjacken, daß sie entgegen meiner Erwartung von
Grant geschickt wurden, der, ahem, um ein Gespräch bittet. Ich hatte schon
Colonel Steel befürchtet. Als ich freudig mitkomme - ich bin tatsächlich neugierig,
was er von mir will - winkt einer ihren um die Ecke geparkten Wagen herbei und
wir steigen ein, einer mit mir hinten. Nun.

Joe und Humphrey gehen derweil zu mir. Gerade Humphrey ist sehr vorsichtig.
Karada öffnet ihnen die Tür. Er ist verdutzt, daß ich nicht dabei bin. Netterweise
waschen sich die beiden und sehen zu, daß sie nicht die Wohnung verschmutzen.

Im Ministerium fahren wir in die Tiefgarage, ein Fahrstuhl bringt uns weit nach
oben. Dank der beiden Lederjacken kommen wir glatt durch alle Kontrollen.
Zuletzt bittet mich die Sekretärin in Grants Büro. Es ist groß mit einem riesigem
Schreibtisch mit mehreren Bildschirmen, einer mit dem Gesicht von MUTTER.

Was will Grant? Schadensbegrenzung. Und Aufrechterhaltung der Ordnung. Ich
muß zugeben, daß die Unruhen nach dem Fall des Engels, nun, beunruhigend
waren. Soviel unterdrückter Zorn, der an den Tag trat. Grant fragt nach Penelope,
und ich sage ihm, daß ich weiß, wo sie ist. Aber ich lege Wert darauf, daß ihr
kein Leid geschieht. Dafür habe ich allerdings einen Vorschlag: Elsa hatte ja
neulich davon gesprochen, daß Penelope besser die Stadt verlassen solle, damals
in der Hoffnung, daß sie diese MUTTER-Leere nicht mehr oder wenigstens
weniger spürt. So schlage ich Grant vor, daß Penelope auf ein Luftschiff der
Windgeborenen gehen könnte. Das gefällt Grant an sich auch, aber er hat noch
Zweifel, ob sie nicht aus Versehen Dinge erzählen könnte. Ich biete mich als
Begleitung an, schließlich will ich auch einmal die ganze Welt sehen. Doch das
ist ihm zu meinem Erstaunen nicht recht. Er hat da etwas anderes für mich. Hm.
Aber vielleicht würde Karada mit Penelope mitgehen? Die Idee gefällt ihm.

Was mich und tatsächlich auch meine Gefährten angeht, hat er folgenden
Vorschlag: Ich könnte in einer meinem Status angemessenen Position im
Ministerium arbeiten, natürlich ganz zum Wohle Tomorrow Citys. Das überrascht
mich. Und die anderen könnten dann und wann als Inoffizielle fürs Ministerium
Jobs erledigen, wohl dann unter meiner Aufsicht. Hm. Ich werde ihnen das
natürlich mitteilen, auch wenn ich ein wenig skeptisch bezüglich ihrer
Begeisterung bin, für das Friedensministerium zu arbeiten. Immerhin gebe ich
ihm zu verstehen, daß es klug wäre, die Aufträge für uns gut auszuwählen.

Im Gespräch meint der Minister daß er mit dem Vorgehen des Colonels sehr
unglücklich ist — auch wenn er seinen Namen nicht nennt — und „die
Verantwortlichen“ sich ihrer Verantwortung auch stellen müssen. Was auch
immer das für den Colonel heißen mag. Doch Hazels Verlust war Grant wohl
gar nicht recht, aber auch der Sammler war für ihn sicherlich eine bekannte,
berechenbare Größe.

Minister Grant gibt uns dann Zeit, uns zu besprechen, wir sollen uns am nächsten
Tag zur gleichen Zeit wiedersehen. Zur gleichen Zeit? Es ist fast Mitternacht!
Scheußliche Arbeitszeiten. Natürlich alles für das Wohl der Stadt. Also gut, morgen
zur gleichen Zeit.

Auf der Rückfahrt sitzt außer mir nur der Fahrer im Wagen. Erst weit nach Mitternacht
komme ich nach Hause. Joe und Humphrey sind gerade mit Duschen und so weiter
fertig.

Waldo wiederum war zwar zu sich nach Hause gegangen, hinterläßt dort aber
lediglich eine Nchricht an seine Freundin und kommt dann über meine Toilette zu
uns. Er erzählt von dem Brief seines Vaters. Armer Waldo.

Ich erzähle wiederum von meinem Gespräch mit Grant. Und meinem, respektive
Elsas Vorschlag, daß Penelope zu den Windgeborenen geht. Zu meiner Erleichterung
findet sie das eine gute Idee.

Und bevor ich mein Bedauern, sie nicht begleiten zu können, noch ganz Ausdruck
geben kann, erhebt sich Karada: Angesichts des Todes von Waldos Vater, hätte er
eigentlich seine Verpflichtungen auf Waldo übertragen, aber er würde nun
Penelope begleiten wollen. Hervorragend! Und Waldo sagt, daß Karada ohnehin ihm
gegenüber keine Verpflichtungen hätte. Ich bedanke mich bei Mister Karada.

Die anderen sind tatsächlich überraschend aufgeschlossen gegenüber den Jobs fürs
Friedensministerium. Die einzigen Fragen bleiben die nach dem Verbleib von Dash
und daß Waldo — und auch Humphrey — noch ein Hühnchen mit Steel zu rupfen
haben. Aber beide zeigen sich glücklicherweise geduldig. Und Dash werden wir
dann beim Minister ansprechen.

Am nächsten Tag gehen wir also alle verabredungsgemäß wieder zu Grant, inklusive
der zurückgekehrten Elsa. Auch diesmal sind die Kontrollen im Haus kein Problem.
Im Büro spürt Waldo als erstes nach Mustern. Er merkt schnell, daß in diesem Raum
ein guter Musterweber gewirkt hat; er würde es wohl nicht schaffen, durch eine
seiner Türen direkt hierhin zu gehen. Und rechts hinter Grants Schreibtisch ist eine
Geheimtür; dahinter ist jemand, der Muster beeinflussen kann.

Grant freut sich, daß wir da sind und auch kooperationsbereit. So meint er, daß
es wohl ein kleines Mißverständnis gegeben habe: Er drückt einen Knopf an seinem
Schreibtisch — und aus dieser Geheimtür kommt Dash! Er sieht ein wenig
angeschrammt aus, wer weiß, was sie mit ihm gemacht haben. Grant dankt uns im
Namen von MUTTER. Hüstel. Dann sind wir entlassen. „Bis morgen im Büro“, meint
er noch zu mir, tatsächlich augenzwinkernd.

Wir feiern mit Dash seine Rückkehr in der Schwarzer Möve.

An einem Morgen ein paar Tage später: Ein Luftschiff der Windgeborenen entfernt
sich von TC. Mister Karada steht stolz am Bug des Schiffes und Penelope fliegt
mit ihren Engelsflügeln neben dem Schiff her.

Karada und Penelope haben wir gesagt, daß sie uns immer kontaktieren können,
wenn etwas ist. Karada verspricht zu schreiben, denn umgekehrt würde es wohl
etwas schwierig werden, weil sie nicht wissen, wohin es sie verschlägt.

Als Waldo sich nach Hause begibt, mit einem schlechten Gewissen bezüglich seiner
Freundin, verspürt er eine Veränderung des Musters: Kid tritt aus einer Straße
und sagt: „Ok, was als nächstes, Boß?“

Abspann.
Gesperrt

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