Hex, Hex, wachse geschwind,
Hex, Hex, flugs wie der Wind.
Durch trüben Boden bahne dich,
zerbreche Stein und Erz und brich
selbst Baum und Wurzel, allesdar.
Auf dass der Dornenfluch werd‘ wahr.
Hex, Hex, wachse geschwind,
Hex, Hex, sei mein Kind.
Habt ihr euch nicht auch schon einmal gefragt, wo der Ursprung der Sagen und Geschichten liegt, die wir „Märchen“ nennen? Haben sich die Gebrüder Grimm ihre erfolgreichen Veröffentlichungen ausgedacht, um uns zu unterhalten und ein wenig das Fürchten zu lehren? Dienen sie lediglich der Kurzweil, um die langen Winterabende vor dem Kaminfeuer etwas zu verkürzen?
Oder liegt ihr Ursprung vielleicht doch tiefer und ist weit düsterer, als wir uns das vorstellen können?
Wie alle Sagen und Legenden haben auch die Märchen ihren wahren Kern, und vielleicht entstammen sie ja realen Ereignissen und wurden aufgeschrieben, um den Menschen zugänglich gemacht zu werden und sie vor den Gefahren dunkler Mächte zu warnen. Der leichte Grusel, den wir verspüren, wenn wir von Wölfen lesen, die unschuldigen jungen Maiden auflauern, die nur ihre kranke Großmutter besuchen wollen. Das Stocken des Atems, wenn wir hören, dass eine böse Stiefmutter einen Jäger ausschickt, ihr das Herz der schönen Prinzessin zu bringen. Oder die Abscheu, die wir empfinden, wenn der seltsame Gnom, der Stroh zu Gold spinnen kann, dafür das erstgeborene Kind der verzweifelten Müllerstochter verlangt. All dies sind vielleicht keine Ausgeburten der Phantasie von ein paar hochgelehrten Schreiberlingen. Alben leben unerkannt in unseren Hainen und suchen diese Welt heim. Werwölfe streifen durch die dunklen Wälder, und so mancher unbedachte Reisende kehrt nicht wieder heim von seinem Ausflug in die Wildnis. Hexen weben dunkle Zauber, verdrehen den Männern die Köpfe und unterwandern unsere Gesellschaft und spinnen ihre machtvollen Intrigen.
Und wer kennt nicht auch die Mär von der Maid, die Dornröschen genannt wird?
HeXXen 1733 … was war das doch gleich nochmal?
„Wir schreiben das Jahr 1733, aber das Zeitalter des Barocks und der absolutistischen Herrscher verlief nicht ganz so, wie wir das in Erinnerung haben. Der 30jährige Krieg tobte durch Europa und verwüstete und entvölkerte weite Landstriche, aber die eigentliche Bedrohung kam auf, als im Jahr 1640 ein Trupp schwedischer Söldner im Schwarzwald versehentlich ein Tor zur Hölle öffnete. Seitdem sind böse Hexen, Fabelwesen und andere Kreaturen der Nacht eine ständige Gefahr für die Menschheit.“
Das Spiel orientiert sich stimmungsmäßig an Filmen wie „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“, „Sleepy Hollow“ oder „Solomon Kane“ und ist im Kern ein sog. cinematisches Popcorn-Rollenspiel in einer finsteren Welt. Spaß und eine spannende Geschichte stehen über Realismus und Detailverliebtheit. Viele Regeln sind eher abstrakt gehalten, während der Fokus auf spektakuläre Effekte im Kampf gelegt wird. Aber eine spannende Story ist ebenso wichtig wie eine einzigartige Atmosphäre, die sich an der Märchenwelt der Gebrüder Grimm orientiert, allerdings nicht an den Disney-Versionen, sondern an der klassischen, deutlich dunkleren Erzählweise.
Und wenn der Steiger fragt, was wir im Gebirge und im Stollen alles mitführen sollten?
Das Ganze ist ausgelegt für 3–6 wackere Jäger, die es wagen, den Kampf gegen die Mächte des Bösen aufzunehmen und sich mit alten Mächten aber auch neuen Bedrohungen anzulegen.
Schauplatz ist diesmal das malerische aber ebenso gefährliche Erzgebirge mit seinen ganz eigenen Herausforderungen, aber auch hier gibt es viel zu entdecken, was die alternative Welt von HeXXen 1733 so einzigartig und spannend macht.
Charakterbögen werden gestellt, sowie alles weitere an spezifischem Material wie spezielle Würfel, Marker, etc. Lediglich die typischen Utensilien, über die ja jeder zu Hauf verfügen sollte, werden noch benötigt, wie Papier und Stift, Snacks und Getränke, sowie ein bisschen Spaß an Drama, Action und der einzigartigen Stimmung des Barocks nach der Öffnung des Tors zur Hölle.
Gespielt wird in Präsenz, höchstwahrscheinlich wieder einmal im Falkenheim. Sollte sich allerdings herausstellen, dass das für einige unserer Mitstreiter grob unpraktisch sein sollte, weil zum Beispiel der Gebirgspass für eine zeitnahe Anreise verschüttet ist, wäre auch die Friedrichstraße denkbar.
„Seid ihr bereit, den wahren Kern dieser märchenhaften Geschichte und ergründen und eine gefahrvolle Reise in sechs Akten durch das urtümliche Erzgebirge auf euch zu nehmen, mitten in das Herz des Königreichs der Dornen?“

Patrick
Christine
Holger
Markus
Meikel
Rainer