Trickle Down Effect - Delta Green bei Roland - Woche A - 07.09

Beiträge zu Spielrunden aus dem dritten Trimester 2020

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Stefanie
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Re: Trickle Down Effect - Delta Green bei Roland - Woche A - 07.09

Beitrag von Stefanie »

Was geschehen war...

Innerhalb der verlassenen Stadt liefen die wilden Hunde zu einem Haus. Dort im Keller wurzelte und wucherte eine außerirdische Entität. Eine Phosphor-Granate half leider nicht. Zurück an der Farm waren die Vögel ausgeflogen. Es schien, als habe der Kult Wind von dem Feueranschlag erhalten. Also zurück in die verlassene Stadt Arkadia. Dort fanden sie die verschwundene Familie aufgespießt. Hier fanden sie auch die Kultisten, die sich gerade opfern wollten. Schließlich wurden sie erschossen. Mit viel Glück und Panzergranaten konnten sie endlich das Alien erledigen. Leider verlor Faulkner seinen Verstand, und Fred wurde von einem Alien-Tentakel ausgesaugt. Auf Faulkners Auto lag nun der 20 Tonnen-Koloss von einem brennenden und zerborstenen Alien.

Dr. Finn kam zurück, um Körper und Seele der überlebenden Agenten zu pflegen. An einer nahen Telefon riefen sie die Agency an um Hilfe. Bis die Kavalerie eintraf, harrten sie in der Nähe der Autobahnausfahrt aus. Leider dauerte es, und dafür kam der State Patrol Trooper und die Feuerwehr. Schließlich hatte es in Arkadia gebrannt. Eloquent konnten Dr. Finn und Felix die Polizei von einem abgestürzten sowjetischen Satelliten, der auch noch radioaktiv strahlte. Und endlich kam die DG Zelle G als Ersatz. Ihr Einsatz ist zu Ende.

Es ging zurück ins „Normale Leben“. Endlich wieder normale Leute sehen, oder einfach mal Angeln gehen. Den Agenten Felix und Fornell waren immer noch angeschlagen. Das Wiedersehen mit ihrer Familie mochte ihnen keine Freude bereiten.

Operation Ipetus – die letzte Gleichung

Es gab einen Mord in New York, genauer auf dem HighWei nach New Jersey. Das FBI wurde hinzugezogen. Special Agent Mike Shelby und Agent George Irving wurden hinzugezogen. Vor Ort waren schon die Agenten Keynor und Gent. Der Tote, Michael Wei, ein Student, hatte am 5. Mai im Städtchen Lions ein Blutbad bei der Family RichWei begangen. Der älteste Sohn hatte auf den HighWei entkommen können. Dort hatte Wei ihn eingeholt und ermordet. Danach hatte er auf den Asphalt eine Zahlensequenz gesprüht und Selbstmord begangen.

Die Zelle F bekam eine Einladung zur Night at the Opera. Ein neuer Fall stand an. „Operation Iapetus“. Ein junger Mathematikstudent von der Columbia University hatte eine Familie getötet und eine Zahlensequenz auf dem Asphalt gesprüht. Er hatte kurz zuvor die Laqueus-Gleichung entschlüsselt, so war das Gerücht. So hatte es Irving in einer Usegroup gehört. Diese verschlüsselte mathematische Gleichung war im Mittelalter von einem Facius Claudian postuliert worden, der übrigens das „Buch der vielen Wunder“ verfasst hat. Das Buch war bei Delta Green als potentielle Gefahr bekannt, quasi eine Einstiegsdroge. Zum Glück war ein gewisser Agent Freeman bereits vor Ort, den sie aber persönlich nicht kannten.

Sie kamen unter im „Motel 6“ direkt am HighWei. Dr. Finn wurde zu Dr. Brickman, Felix wurde zu Johnson und Fornell wurde zu Smith – ihren FBI Deckidentitäten von der Special Organized Crime Task Force. Sie wurden im Motel willkommen geheißen von Special Agent Supervisor Keynor, Agent Gent und Dr. Comox, einer Kryptographie-Spezialistin. Dort bekamen sie die Information, dass Michael Wei zu einem lokalen Supermarkt gefahren und dort Munition erworben hatte. Damit hatte er die Familie erschossen. Nachdem er die Ziffern mit roter Sprühfarbe verfasst hatte, hatte er mit der Schrotflinte Suizid begangen. Man konnte ihn nur anhand der Zähne identifizieren.

Die Zahl der Zahlen lautete: 9920229989212333

Der Tatort

Der HighWei war inzwischen freigegeben worden, aber die Tatortbilder gaben auch nichts besonderes her. Daher machte sich die Joined Taskforce auf zum Anwesen der RickWeis. Der Wagen von Michael Wei war inzwischen in der Forensik. Die Haustüre war nicht beschädigt. Schon im kleinen Hausflur waren die ersten Markierungen – die älteste Tochter wurde von vorne erschossen. Links in der großen Wohnküche waren das Ehepaar RichWei und vier der Kinder ermordet worden. Sowohl mit Schrot als auch mit Slug-Vollmunition. Die Uhr vom Herd war um 2:28:13 stehen geblieben. 16 Kugeln hatte Michael Wei verballert. Interessanterweise stand niemand vor dem Herd. War es einfach eine interessante Zahl? Der älteste Sohn musste die Schüsse oben in seinem Zimmer gehört haben. Er war durch die Eingangstür hinausgerannt, verfolgt von Michael Wei. Die Flucht endete blutig auf dem HighWei.

Sie durchforsteten das Haus nach möglichen Verbindungen. Es hatte die Hausnummer „18“. Der Vater war in der Baubranche tätig gewesen. Nur eine Tochter interessierte sich für Astronomie. Die Kinder waren 6-18 Jahre alt. Einen Computer gab es nicht. Eine Verbindung zu Michael Wei gab es nicht.

Die Tatwache war eine Remington 870 Polizei-Schrotflinte mit der Seriennummer – 2022998. Shelby/Freeman stutzte, die Zahl kam ihm bekannt vor. Sie tauchte in der Mitte der gesprühten Zahlen auf. Woher kam die Waffe? Das blieb noch zu ermitteln.

Zu Hause bei Michael Wei - dem Rätselflüsterer

Unterwegs zur Studentenbude von Michael Wei fuhren sie am Tatort vorbei. Die roten Ziffern waren noch auf dem Standstreifen zu erkennen. Nur wenige Meter entfernt waren die Tatorte vom RichWei-Filius und Michael Wei. Auf dem Campus gab es die John-Jay-Hall, ein 23stöckiges Hochhaus mit zig Wohnungen. Unten war die mathematische Fakultät untergebracht. Sie suchten den Hausmeister auf, der vergewissert sich bei der Uni. Irving suchte unterdessen die Bude1417 im 14. Stock. Ein typisches Studiwohnheim mit vielen Plakaten. Er horchte bei einem Zimmernachbarn, aber der hatte Wei wenig gesehen in den letzten Tagen. Freunde hatte er eh nicht, eher ruhig.

Nach einer halben Stunde kam Mrs. Beamer von der Uni und wollte glatt einen Durchsuchungsbefehl sehen. Aber bei 8 Toten und einem Selbstmord wurde sie schnell weich und begleitete sie hoch zur Studentenbude.

Michael Wei lebte beengt auf 8 Quadratmeter und recht unordentlich. Es gab keine Bilder oder Fotos. Überall lagen Bücher, offen oder gestapelt. Mathematik und Historik. An seinem Schreibtisch hatte er an einer Gleichung gearbeitet. Fornell schlussfolgerte schnell, er hatte wirklich die Gleichung gelöst. Früher war er in Mathematik-Clubs gewesen, zuletzt aber nur noch in einer News-Group „Laqueus-Gleichung“.

Unter dem Bett fanden sie die englische Übersetzung des „Buchs der vielen Wunder“ - „Libris Pluris Admiratio“, versehen mit vielen Notizen. Das Buch war 1944 von Esther übersetzt. Auf der letzten Seite des Buches war die Ziffernfolge „9920229989212333“ notiert. Fornell stöbert im Buch. Er fand einige Seiten vorher die Notiz:

06.05.1984 13:15 „Hallo

Und es war genau der 06.05.1984 13:15! Fornell stutzte und zeigte es seinen Kollegen. Ein unangenehmes Gefühl lief ihren Rücken hinauf und wollte sie am Nacken packen. Fornell fügte spontan eine Notiz hinzu: 06.05.1984 13:18 „Ja, Agent Smith hier“. Aber nichts passierte. Dr. Finn erkannte beim Durchblättern, dass Weis Schrift mit der Zeit immer schlechter und undeutlicher geworden war. Auf Shelbys Insistieren steckte Fornell/Smith das Buch zu den Beweismitteln. Fornell war sichtlich erschüttert, dass Dr. Finn/Brickman ihn zur Seite nahm und ihn vorsichtig wieder einnordete. Zu guter Letzt ließen sie alle Mitstudenten notieren und auch den Computeraccount mitteilen.

Während die Beweismittel abtransportiert wurden – bis auf das Buch und die Notizen vom Schreibtisch – schauten sie sich an der Fakultät um. Er kannte kaum jemanden – die einzigen Freunde waren Anthony Degardet und Molly Frank. Die konnten nicht glauben, dass ihr Freund Michael Wei gewalttätig geworden war. Sie berichteten nur, dass er in den letzten Tagen kaum mehr in der Fakultät war. Eigentlich schrieb er an seiner Doktorarbeit über große Primzahlen, die man nur mit speziellen Computerprogrammen visualisieren konnte. Ansonsten interessierte er sich für Mathematikrätsel. Wei kam ursprünglich aus Kalifornien. Seine Eltern waren in die USA eingewandert. Zuletzt hatte er nur verkündet, dass er kurz vor einem Durchbruch war in einem unbestimmten Rätsel. Wei war hier in der Fakultät einer der besten gewesen.

Irving und Fornell/Shelby suchten einen der Uni-Rechner auf und loggten sich als Michael Wei ein. In der Newsgroup „Laqueus Equation“ gab es kurz vor der Tat eine letzte Email. Dort teilte er ihnen die Lösung der Gleichung mit. Es war wirklich eine elegante Lösung, musste Fornell beipflichten.
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Jan_S
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Re: Trickle Down Effect - Delta Green bei Roland - Woche A - 07.09

Beitrag von Jan_S »

Hi,

ich muss leider heute Abend passen.
Hatte ne kurze Nacht...

Gruß
Jan
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Stefanie
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Re: Trickle Down Effect - Delta Green bei Roland - Woche A - 07.09

Beitrag von Stefanie »

Die Tatwaffe und weitere Zahlen

Die Newsgroup war eine kleine private Gruppe von 10 Leuten. Die Diskutanten stammten Wiesbaden/DE, Paris/FR, England, den Philipinen, und der Rest in den USA. Die nächste war eine Emily Tumlinsen in Florida.

Irving grübelte noch einmal über die Formel. Scheinend hatte Wei die verschlüsselte Gleichung gelöst. Sie behandelte unter anderem Primzahlen. Sehr spannend.

Die Delta Green-Agenten versuchten sich nun unauffällig anzunähern. Felix und Finn legten vor, Irving zeigte sich unwissend. Shelby aber konterte mit Opernabenden und zeigte sich ziemlich überrascht über anwesende Kollegen von Delta Green. Er enttarnte sich als Agent Freeman, vermittelt vom selig dahin geschiedenen Agenten Faulkner.

Sie vertieften sich wieder in das Buch der Wunder. Es gab nicht nur die eine Zahl „9920229989212333“, sondern beispielsweise auch „1976162455841017“. Laut Irving waren diese Zahlen aus der Laquaeus-Gleichung errechnet. Er grübelte weiter. Irgendwann kam der Gedanke, die Zahl etwas auseinander zu nehmen in dreier Pakete und man die jeweils mittlere Zahl nahm … 9.9-2-0.2-2-9.9-8-9.2-1-2.3-3-3, dann erhielt man die Uhrzeit des Familienmords – 2:28:13. „1.976.162.455.841.017“ ergab allerdings analog mit „76541“ keine wirklich brauchbare Uhrzeit.

Die anderen fuhren zum Waffenladen in New Jersey. Der Angestellte konnte sich nicht an den Munitionskauf erinnern, aber er hatte Zugriff auf die Videodaten. Er hatte je eine Packung Vollmantel und Schrot erworben. Wei trug zu seinen wirren Haaren zerknitterte Kleidung, wirkte aber beherrscht. Auf der Heimfahrt fummelte Irving mit den Zahlen und fand es faszinierend, dass die aktuelle Uhrzeit und das KFZ-Kennzeichen vor ihm genau in seiner Zahl vertreten waren. Ähm, er schluckte betreten.

Über die Schrotflinte kam über das Waffenkataster heraus, dass die eigentlich im New Yorker 24er Revier verortet war. Das Revier wollte man am nächsten Tag besuchen.

Am Abend hatten sie noch eine Konferenz mit den anderen Analysten, auch Dr. Komox, der Krypto-Mathematikerin. Sie tauschten die offensichtlichen Details aus. Fornell und Komox steckten zusammen mit Irving die Köpfe zusammen über die Gleichung. Das ging bis tief in die Nacht.

Die Zeit nutzten Felix, Finn und Shelby für eine Zigarette und tauschten sich aus über Delta Green Praktiken. Sie beschlossen, lieber noch eine Weile zu beobachten, bevor sie beispielsweise das Buch konfiszierten.

Am nächsten Morgen konnten sie den ranghohen Polizeioffizier ein Interview mit der lokalen TV-Presse geben – die Ermittlungen seien schon ordentlich fortgeschritten und bald gäbe es Ergebnisse. Die Presse-Haie stürzten sich dann gleich auf die neugierigen FBI-Agenten. Irving versicherte der Presse, dass sie gut zusammen arbeiteten. Spätestens um 18 Uhr würde die Öffentlichkeit Wind bekommen und wohl keine Ruhe geben.

Später fuhren sie zum 24. Revier und direkt zu Captain dAgostini und Lieutenant Mancos. Der schickte Seargent Barnes und Lt. Mancos mit in das Lager, wo die Schrotflinte wohl ruhen wollte. Hier unten war es recht feucht, ein Wasserbruch vor 3 Tagen. Schließlich waren sie an der zugenagelten Transportkiste. Und tatsächlich befanden sich hier nur drei Waffen. Finn schenkte Lt. Mancos reinen Wein ein, dass die verlorene Waffe eine Tatwaffe war.

Tatsächlich hatte es am 4. Mai einen Rohrbruch gegeben, und ein Vertreter der örtlichen Klempnerei Benedetto hatte bis in die Nacht an der Reparatur gewerkelt. Aber die Waffen waren in der Nacht herausgeräumt worden und auf einem Polizei-Parkplatz zwischengelagert. Natürlich bewacht von jeweils zwei Polizisten, eine Liste war sofort parat. Bis auf einen Einräumer waren alle Polizisten im Dienst und sofort parat.

Shelby, Irving und Felix verhörten die Polizisten. Kadett Bingham und Seargent Gutson hatten die Waffen aus der Nässe gerettet und auf dem Parkplatz bewacht. Die schworen Stein und Bein, dass immer einer von ihnen die Kisten genau im Auge hatten. Tatsächlich gesellte sich bald ein Anwalt der Polizeigewerkschaft zu ihnen. Die Kisten hatten sie erst am Abend zugenagelt, aber ihnen war nichts aufgefallen. Vielleicht waren sie nicht ganz sorgsam gewesen, aber ihnen war nichts vorzuwerfen gewesen. Seargent Herera hatte die Waffen alleine beaufsichtigt, ganz sicher. Aber als Shelby nachbohrte, musste Herera einräumen, dass er für klitzekleine 5 Minuten abkömmlich gewesen war wegen eines Kollegen-Unfalls. Irving hakte nach der Videoüberwachung. Sie schauten sich die Videoaufzeichnung an, und tatsächlich sahen sie einen jungen Mann mit Hoodie. Er schaute immer wieder auf die Uhr und kletterte dann über den Zaun, mit einer großen Tasche bewaffnet. Nach zwei Minuten verließ er das Areal wieder, mit beladener Tasche.

Irving fiel dazu die eine Zahl ein „ 1976162455841017“ – 24. Revier, 5.5.84 um 10:17 – exakt das Datum und Uhrzeit des Unfalls, der den Waffenklau ermöglichte. Finn hatte parallel die Klempnerei befragt. Dort war keine Unregelmäßigkeit zu entdecken.

Sie setzten sich in einen Diner und beratschlagten. Irving war schon wieder am Rechnen. Wenn man die Nummern der Speisekarte hin- und herrechnete, kam er auf „11764“. Er hatte das Gefühl, es hatte etwas mit einem der hier Anwesenden zu tun. Sie stöberten im Buch. Es gab noch einige andere, kürzere Zahlen. Und Adressen – Straßenkreuzungen in New York. Alle nah der Fakultät. Und darunter jeweils Zahlenreihen.

Zurück am Hotel erwartete sie schon die Presse mit TV-Reporter Enrico Save. Irving ließ sich nicht abbringen, denen einige Infos zu stecken über die Tatwaffe und deren Zusammenhang mit der New Yorker Polizei. Finn zog ihn dann endlich weg. Aber der Schaden war getan, Save hing an ihnen wie eine Klette.

Fornell stürzte herein. Wenn man die Sozialversicherungen der Richways zusammen rechnete, dann kam man genau auf „9920229989212333“. 2.022,99 Dollar war der Endstand des Girokontos von Mr. Richway. Übrigens war ja auch „2022998“ die Seriennummer der Tatwaffe.

Der flügge Drache

Kaynor und Gent hatten die Adressen der Newsgroup von Wei recherchiert. Kelly Fletcher studierte in Missouri, Emily Tumlinsen arbeitete in Florida. Dazu zwei Leute in Kalifornien. Dazu eine Tia Markell, eine Frau aus New York – leider ohne akademischen Hintergrund und ohne eine aktuelle Adresse. Kaynor ließ sich von Shelby einsahnen, es handele sich voraussichtlich um einen Einzeltäter. Aber sie wollten sich mit Weis Kontakten aus der Newsgroup absichern.

Tia Markell mochte Schach und Dungeons & Dragons. Für Finn war es ein Fingerzeig. Shelby wusste auch um die Existenz von Rollenspielläden, 15 an der Zahl. Es war schon später, aber sie machten sich sogleich auf. Gleich im zweiten Laden war Tia Markell bekannt. Tia stand für Tiamat. Der Verkäufer zeigte eine echsenartige Spielzeugfigur, eine Art Drachengott. Eigentlich hieß er wohl Henry oder Steve und arbeitete bei den Stadtwerken, war Anfang 30, leichter Hippie. Bei den Dungeons & Dragons-Spielen übermorgen würde er wohl liebendgern einen Kleriker finden.

Im Telefonbuch gab es einen Henry, Gregory, Alex und Robert. Sie besuchten Henry Markell. Der wohnte in einer besseren Gegend. Sie verschafften sich höflich Zugang und war schließlich bereit, seinen Sohn herbei zu telefonieren. Schließlich erhielten sie die Adresse.

Es war schon später am Abend, als seinen Kumpel in seiner Bude aufsuchten. Henry Markell jr. arbeitete gerade bei den Stadtwerken, genauer bei den Wasserwerken in einer Pumpstation nahe dem Central Park. Er wurde erst am frühen Morgen zurückerwartet.

Sie prüften sein Zimmer. Neben Rollenspielkrimskrams fanden sich auch Notizen über die Gleichungen. Er hatte einige Zahlenkolonnen geschrieben, aber nur 3stellig oder 8stellig. Es waren nicht so lange Zahlen wie bei Michael Wei, aber wehret den Anfängen.

In der Tiefe rauschen die Wasser

Noch in der Nacht suchten sie das Pumpwerk am Central Park auf. Finn bezirzte den Hausmeister, sie über die verwinkelten Gänge hinunter zu führen. Es ging über Gittergänge. Unten gurgelte das Wasser. Endlich waren sie beim Büro von Markell – aber der war nicht da.

Finn wartete im Büro und schaute sich natürlich um. Auch dort hatte er gerechnet. Und es gab einen großen Plan von New York mit Wasserleitungen. Irving fand Reihen von 7stelligen Primzahlen. Dazu gab es dreistellige Nummern, die evtl. zu Rohren oder Leitungen. Der Hausmeister wusste zu berichten, dass Mr. Markell hier alleine arbeitete und den Wasserdruck kontrollierte. Tagsüber arbeitete Mr. Deeb. Nur war Markell nicht hier und auch auf der Toilette. Der Hausmeister verwies sie auf „unten“, wo die Pumpen waren.

Unten befand sich ein langer Gang mit Metallschotts. Dahinter befanden sich jeweils große Wasserleitungen und Kurbeln. Es rauschte ziemlich laut – aber Irving hörte etwas. Sie folgten dem Geklopfe in einen Raum. Etwas quietschte metallisch. Sie zogen die Waffen und stürmten hinein. Henry Markell hatte ein schweres Rad manipuliert.

„FBI – Stopp“

Daraufhin schnappte Markell sich einen Schraubenschlüssel und stürmte auf sie zu. Irving schoss ihm ins Bein. Postwendend drosch Markell ihm auf den Schädel, dass der nur so klingelte. Freeman und Finn setzten ihre Fäuste ein. Felix versuchte ihn festzuhalten, aber Markell flutschte ihm durch die Finger. Endlich sackte Markell zusammen.

Laut Finn befand er sich in einem Delir und war nicht ansprechbar. Von den Ventilen hörten sie ein nervöses Klackern. Die Agenten schauten sich das alarmiert an.

Markell: „724731“ – das war Agent Finns alias MacDonalds Dienstnummer beim FBN.

Markell: „18447“ – auf dem Rohr befand sich eine „184“ – das große Rad stand auf „4“, ein kleiner Regler auf „7“. Freeman hatte die Befürchtung, dass die Rückschlagventile bald durchbrachen. Mit Kraft zog er die verkeilte Eisenstange aus dem Rad heraus. Aber am Regler verzweifelte er.

Markell zählte Straßennummern auf von New York auf.

Als Finn ihm nach dem „Warum“ fragte, deutete Markell auf seine Tasche. Dort war ein Plan mit Wasserleitungen und U-Bahn-Schächten. Die Zahlen deuteten auf eine Hauptstraße mit beiden. Finn rief den anderen zu, dass Markell wohl die U-Bahn fluten wollte. Freeman und Irving schafften es, den Regler zu reparieren. Endlich hörte das nervöse Klackern auf. Markell aber konnte oder wollte ihnen nicht mehr sagen. „Die Gleichung“ war noch das Deutlichste. Irving erkannte einige Zahlen wieder. Es schienen Hausnummern bei den betroffenen Straßen zu sein. Und weitere Rohre, die aber noch nicht manipuliert waren.

Bald diskutierten die Delta Green-Agenten über die Eindämmung der Lage. Irving zeigte sich irritiert. Finn rief bei der Agency an und rief ihren Kontakt an – „Curie“ – und schilderte ihm die Lage und empfahl, Markell zu isolieren. Für 6 Uhr vereinbarten sie den nächsten Call mit der Liste der Verdächtigen. Für Irving hätte sie Verwendung bei der Agency. Curie nickte und willigte in ein Vorgespräch ein.

Irving klingelte den Schichtleiter aus dem Bett. Nach einer halben Stunde kam der und meckerte über die Rollenspieler. Dann aber rotierte die Wasserwerk-Maschinerie, und alles wurde überprüft. Während Irving das kontrollierte, überkam ihm wieder ein Zahlenspiel. Aber sicher war er nur übermüdet. Markell überstellten sie in das Krankenhaus. Finn fabrizierte dazu eine psychologische Einweisung.
jan_k
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Re: Trickle Down Effect - Delta Green bei Roland - Woche A - 07.09

Beitrag von jan_k »

Die Jans verspäten sich etwas...
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Stefanie
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Re: Trickle Down Effect - Delta Green bei Roland - Woche A - 07.09

Beitrag von Stefanie »

Schwere Entscheidungen

Bereits um 6 Uhr morgens hatten sie eine Telefonkonferenz mit Curie. Nur Irving schlief noch, da er noch nicht eingeweiht war. Sie wurden nach Kalifornien abgeordnet zur Überprüfung von Ben Philbeck & Julius Sward. Agent Felix besorgte die Flüge. Und es wurde Zeit, Irving langsam auf die interessante Seite der amerikanischen Geheimdienste zu ziehen.

Agent Fornell derweil war mit Dr. Comox eifrig am Rechnen der gefundenen Formeln. Sie betrieben auch Feldforschung an der nächsten Ampel-Highway-Kreuzung … die Länge der Ampelphasen mit der Anzahl der Sensoren ergibt die Anzahl der Nummernschilder. Fornell versuchte den Eifer von Comox einzudämmen. Die schien sich schon weit auf die Einbahnstraße begeben zu haben. Er zog Dr. Finn hinzu. Die hörte sich die mathematischen Ausführungen an und beschloss einzugreifen, da die gute Frau schon Finns Sozialversicherungsnummer und ihren falschen FBI-Ausweis errechnet hatte. Es brauchte zwei gut präparierte Kaffee, bis die Kryptologin schlief. Auch Fornell hatte sich zu Bett begeben, fürsorglich versorgt mit Downern versorgt.

Zu der Zeit zog Shelby / Freemann seinen jungen Kollegen Irving zur Seite und schenkte ihm einen kleinen Hotel-Whisky ein. Es gäbe Dinge zwischen Himmel und Erde, die nicht zur bekannten Schulwissenschaft gehörten. Er bläute ihm Verschwiegenheit ein. Dann erläuterte er langsam den geheimen Auftrag für die Geheimorganisation. Nicht einmal die Dienstaufsicht wusste von dem Laden, der irgendwann in Ungnade gelandet war. „Wir sind die Guten! Wir schützen die Leute vor dem Übernatürlichen!“. Wenn das Monster unter dem Bett plötzlich real wurde. Die Bezahlung war quasi nicht vorhanden, aber sie konnten Ressourcen nutzen. Es war ein Job für Idealisten. Irving hatte inzwischen den Whisky verdaut. „Wenn das so ist, bin ich Agent Frederick“.

Nun kamen sie wieder zusammen, Dr. Finn weihte die anderen ein in das Schicksal von Dr. Comox. Fornell nickte betreten „Die Formel ist wie ein Virus“. Sie überlegten die Optionen für die Kryptologin. Zwischen Ex und Hopp gingen die Emotionen und Argumente steil. Beide Schicksale – halbe Lobotomie oder geeckt – waren nicht allen genehm. Aber Dr. Comox hatte sich auch selbst schon krank gemeldet bei Chiefsupervisor Keynor, um so mehr Zeit für ihre absdrusen Forschungen zu haben. Schließlich einigten sie sich, Dr. Comox aus dem Verkehr zu ziehen. An ihre Supervisor wurde kommuniziert, dass die gute Frau doch stärker erkrankt wäre.

Spreading the Disease - Digitalize the Virus

Sie warteten gar nicht das Debriefing ab und flogen über den Kontinent nach Kalifornien. Ben Philbeck war ein Computerwissenschaftler, Julius Sward nannte sich einen Hausmann. Wen sollten sie zuerst aufsuchen. Aber bei der Landung war im Radio zu vernehmen, dass das Haus von Sward mit allen Bewohnern in Flammen aufgegangen war.

Sie teilten sich auf. Frederick und Freeman wollten sich den Brandort ansehen, um auf Nummer sicher zu gehen. Fornell und Finn beschäftigten sich mit Ben Philbeck, Felix sicherte als Backup die Umgebung. Finbeck arbeitete als Informationswissenschaftler bei den Richway Laboratories. Fornell schmunzelte, er kannte dort einen Dr. Sizemore.

Aber zunächst wollten sie zu Dr. Philbeck. Manchmal war die Wahrheit am Einfachsten, und Fornell arbeitete im wahren Leben als Colbert bei der DARPA. Es ging ins Informatiklabor. Dort in einem kleinen Besprechungsraum hatte Philbeck einige Flipchart-Seiten auf dem Boden ausgebreitet und war dabei, die Formeln in ein Terminal einzugeben. Nur als Spielerei hatte er herausgefunden, dass die israelischen Nuklear-Codes doch gar nicht so sicher waren. Und er begann sofort, ihre Daten anhand einfacher Telefonnummern und Name der Mutter zu berechnen. Sie ließen hier Fehler einfließen, die Philbeck aber nicht gelten lassen wollte. Stattdessen steigerte er sich langsam hinein in eine ziemliche Paranoia mit lauten Selbstgesprächen, bis die Agenten unverrichteter Dinge, aber höchst beunruhigt den Rückzug antraten.

Fornell/Colbert suchte noch seinen Bekannten Dr. Sizemore auf. Steve und Dave schwelgten sofort in alten Geschichten. Zusammen gingen sie zur Kantine. Finn fragte ganz unschuldig, wie groß denn die Rechenpower wäre. Tja, alle Taschenrechner der USA würden von nur einem der kleineren Rechner aufgewogen werden. Philbeck hatte wohl Zugriff auf mehr. Freundlicherweise erhielten sie eine Tour durch die Richway Laboratorien. Dort wurde auch am Space Shuttle gearbeitet. Fornell sah einige mögliche Angriffspunkte mit Umspannanlagen und einer USV. Nebenbei erfuhren sie noch, dass ein gewisser Brings der Vorgesetzte von Philbeck war.

Draußen hatte Agent Felix die kalifornische Sonne genossen und sich die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Labor angeschaut. Es herrschte ein ständiges Kommen und Gehen. Ein Fort Knox war es wohl nicht.

Eine Familientragödie

Frederick und Freeman suchten den Brandort aus. Irving und Shelby vom FBI. Die Leichen waren schon in einem örtlichen Leichenschauhaus verbracht worden zur Autopsie – das Ehepaar und zwei Kinder. Die Polizei vermutete hier einen Mord, aber es fehlten Verdächtige und ein Motiv. Die Familie waren alle im Wohnzimmer erschossen worden, aber es gab keine Tatwaffe. Der Brand diente vielleicht zur Vertuschung.

Sie schauten sich um. Und Freeman sah unter der Heizung den Griff einer Pistole liegen. Die Delta Green-Agenten schauten sich kurz an. Dann zog Freeman die Waffe heraus und überreichte sie den Polizisten. Es war eine Cal. 22 Revolver, ein recht kleines Kaliber. Und es passte zu den Wunden der Toten Die Detectives eilten zurück und bedankten sich artig für den Ermittlungserfolg. Oben fand Frederick noch einige mathematisch-technische Bücher. Hier war auch alles verrußt.

Schnell zum Leichenschauhaus. Der Forensiker schilderte, dass nach den Schussfeldern wohl der Ehemann zuerst seine Familie und dann sich selbst erschossen hatte. Schusshand und Kugeleintritt passten zueinander. Die letztendliche Identifizierung, beispielsweise durch die Zahnabdrücke, würde sicherlich noch zwei Tage dauern. Freeman drängelte freundlich und hinterließ auch seine Visitenkarte.

Ein schneller Plan

Die Agenten tauschten ihre Ergebnisse aus. Es war eine Tragödie mit der Familie Sward, die aber sehr zur Geschichte von Michael Wei und der ermordeten Familie Richway passte. Aber Ben Philbeck war ein anderes Kaliber. Dessen Obsession war schon weiter fortgeschritten als bei Dr. Comox. Und er konnte laut Fornell viel mehr Schaden anrichten und beispielsweise den Atom-U-Booten falsche Nachrichten übermitteln. Ihnen gruselte es. Ein einfaches Diffamieren würde nichts bringen. Und es drängte, denn zum einen würde er über kurz oder lang über ein kritische Zahl stolpern und Amok laufen. Zum anderen konnten seine Kollegen es spitz bekommen und ebenso infiziert werden.

Freeman sann kurz, ob man diese Zahlenkünstler nicht zum Wohle der Vereinigten Staaten verwenden könnte. Aber davon brachten ihn seine Kollegen schnell ab. Fornell betonte auch, welche Anziehungskraft diese Formel hatte. Leise fragte er Dr. Finn nach weiteren Downers. Noch war nicht ganz genesen von der Zahlensucht.

Und dann kam die Vorahnung. Philbeck berechnete womöglich schon, dass sie hinter ihm her waren, und würde Gegenmaßnahmen in petto halten. Sie mussten sich beeilen und sich möglichst erratisch verhalten. Der Plan war, nachts in das Computerlabor einzudringen. Die Rechner sollten sabotiert und alle Daten der Formel gelöscht werden- im Rechner wie auch in Papierform hier und zuhause. Philbeck sollte ins gleiche Loch gesteckt werden wie Dr. Comox. Ihr Beobachtungsposten meldete, dass der Informatiker immer noch auf der Arbeit war. Vermutlich würde er die ganze Nacht durchrechnen in Vorfreude auf den baldigen Durchbruch.
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Stefanie
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Re: Trickle Down Effect - Delta Green bei Roland - Woche A - 07.09

Beitrag von Stefanie »

Heist

Wie einbrechen in das gut gesicherte DARPA-Gelände. Kameras im Außenbereich. Innen gab es bewachte Türen und Zahlenschlösser. Dr. Philbert wollten sie, wenn möglich, lebend entführen. Wenn nicht, dann besser ihn und das ganze Labor abfackeln.

Agent Felix hatte über den Tag das Gelände beobachtet und führte sie nun zu einem abgelegenen Zaunstück hinter einem flachen Gartenhäuschen. Mit Zangen knipsten sie den Maschendraht durch. Von dort schlichen sie sich zu einem HKLS-Trakt und von dort weiter in den Versorgungsschacht, wo sie durchrobbten. Agent Freeman behielt die Orientierung und führte sie zum Labortrakt. Agent Fornell öffnete die letzte Stahltür, und es ging hinauf in die Lobby. Dort unter einem Licht hatten zwei Wachleute ihre Basis.

Statt an den Wachleuten vorbei zu schleichen, wollten sie sich lieber durch die Klimaschächte wuseln. Agent Freeman führte sie durch die Versorgungsschächte weiter zum Büro von Dr. Philbert. In einigen wenigen Büros brennte noch Licht im Oberlicht. In zwei Büros werkelten noch Leute. Für sich fanden sie ein leeres, dunkles Büro als Rückzugsort.

Agent Finn führte die Gruppe nun zum Ende des Gangs zu einem weiteren erleuchteten Büro. Kein Laut war zu vernehmen. Kein Wunder, denn der Büromensch saß hinter seinem Schreibtisch. Sein Schädel war mit einem Locher eingeschlagen. Der Blutlache nach war die Tat gerade erst geschehen. Das Motiv war bald gefunden. Da lag ein Memo, worin Dr. Philbert sich verantworten sollte für verantwortungslosen Serverzugriff. Und es fehlte der Zentralschlüsselbund.

Nun aber rasch auf zu Philbert, sein Büro war erhellt und abgeschlossen. Kein Problem für die Agenten. Drinnen gab es nur blutige Handabdrücke, und in einem separaten Kabuff rollte ein Code ab. „Nexus 64%“ … „Nexus 65%“. Die Agenten Fornell und Frederick machten sich an das Beenden des Programms. Der Rest schlich durch die Gänge auf der Hatz nach Philbert.

Plötzlich ging der Feueralarm los. Verdammt, das war doch ihr Plan gewesen. Die anderen wurden kurz von einer Glastür aufgehalten. Aber sie hielten sich gar nicht mit dem blutverschmierten Nummernpad auf und schmetterten einen bereitstehenden Feuerlöscher in die Türe. Schon standen sie vor den Serverräumen, aber die waren dank Feueralarm versperrt und im Lockdown. Wohlmöglich war das Löschgas aktiv. Bald hatten sie Gasmasken und eine Feueraxt gefunden. Aber es fehlte auch Equipment.

Das Ende eines Numbercrushers

Dr. Philbert hockte in einem der abgesperrten Serverräume an einer grünlich flackernden Konsole und trug eine Gasmaske. Tatsächlich sah man einen lichten Nebel im Licht der orangenen Warnleuchten. Während Agent Finn nach hinten sicherte, griffen sich die Agenten Freeman und Felix die Gasmasken und brachen die Tür auf. Wo war der Doktor? Mit einer Axt stürzte er sich auf Freeman. Die Agenten drangen auf ihn ein. Felix erwischte es schwer mit der Feueraxt. Dann hatte er die Faxen dicke und schoss Dr. Philbert in den Kopf. Alles wurde übertönt vom Feueralarm.

Felix schleppte sich hinaus zu Dr. Finn, während Freeman den Alarm abschaltete. Das Gas versiegte. Dann machte er sich daran, die Computerbänder abzufackeln. Draußen legte Finn rasch einen Druckverband bei Felix an.

Währenddessen hackten sich Fornell und Frederick in die Konsole. „84%“… endlich bei „95%“ stoppte das Programm.

Im Hauptserverraum brannte es lichterloh. Aber da war noch der Backup-Raum. Hier legten Freeman und Finn hastig weiter Feuer. Fornell und Frederick hörten schon die ersten Feuerwehrleute. Rasch holten sie die anderen ab und flohen aus dem Gebäude. Ein Loch im Zaun, dann waren sie raus. Mögliche Beweise wurden rasch beseitigt, und sie verdünnisierten sich.

Die Nachrichten sprachen von zwei Toten beim Versuch, ein Feuer zu löschen. Am nächsten Tag starteten sie eine Desinformationskampagne, damit niemand spitz bekam, dass es um Dr. Philbert gegangen war. Es waren sicherlich die neokommunistischen Russen. Was man über das FBI hörte, war computertechnisch nicht viel zu retten.

Als sie sich absetzten, hörten sie von den anderen Teams. Einige Verdächtige konnten contained werden. Aber eine eigentlich nette Lehrerin hatte einige Schüler ermordet. In Deutschland hatte sich einer mit einem Gewehr auf dem Kirchturm verbarrikadiert und Leute erschossen. Vom Turm hatte er ein Banner mit Zahlen herunterflattern lassen.

Die Verbreitung des Zahlenvirus war erfolgreich gestoppt. Das Buch wurde auf die Blacklist gesetzt. Denn, wie es in Delta Green hieß, „Scienta est mors“ – „Wissen ist der Tod“.

Visit sunny Tampa – The Lightning Capital of the World

Der Urlaub war – wie immer – zu kurz. Dann bekam Agent Frederick von Fedex eine unzustellbare Lieferung – ein Paket. Andere bekamen eine konspirative Übergabe, oder eine verloren gegangene Brieftasche fand sich wieder.

Alle bekamen einen Prospekt von einer Immobilienmakler-Konferenz in Tampa, Florida. Ein kleines grünes Dreieck sorgte für Vertrauen, die 10stellige Nummer eher für akutes Unbehagen. Ein Hotel am Strand bot die richtige Atmosphäre. Leider waren sie nicht selbst im Hotel untergebracht. Aber im Zeitplan fand sich ein Seminar mit einem abgelegenen Raum – „Neue Marktmöglichkeiten im mittleren Westen“.

John hieß ihr Seminarleiter, ein starker Raucher. Eine afroamerikanische Familie hatte sich an die Presse gewandt. Jemand hatte die Tür ihres Hauses mit einem seltsamen Symbol markiert, um sie wohl vielleicht zu diskriminieren. Der Vater war in der EDV tätig, Mutter Hausfrau, Sohn Teenager und eine jüngere Tochter.

Bild

Scharfsinnig prüften die Agenten das Bild. Es war mit einem Schraubenzieher gezogen und mit Blut gezeichnet. Agent Fornell wusste, das Symbol gehörte zu Kore-Yos, einer griechische Gottheit und Königin der Unterwelt. Sie konnte auch die Pforte zur Unterwelt öffnen. Es gab da noch eine Verbindung zu einem Y.O.S. - YogSoggoth, der auch Pforten zu anderen Welten öffnete.

Man konnte sich jetzt als Bundesbehörde ausgeben und dem „Hassverbrechen“ nachgehen. Sie überlegten kurz und vereinbarten, es als potentielles KuKluxKlan-Verbrechen zu investigieren. John nickte, entschuldigte sich kurz und verschwand... auf Nimmerwiedersehen. Die Agenten von Delta Green waren manchmal schon sehr paranoid.

Der Vater, Timothy „Tim“ Bernier, hatte auf einer technischen Universität in Kalifornien studiert und war über Chicago nach Tampa gekommen. Hier arbeitete er für IBM. Ihr eigenes Anwesen lag in einer besseren Gegend – 3591, Northridge Avenue. Das Haus besaß 350 Quadratmeter, hatte einen Pool. Es hatte 250 T$ gekostet und war mit einer Hypothek belastet. Früher war hier ein Schrottplatz gewesen. Die Mutter, Evelyn Bernier, war früher mal Dispatch, als Funkkommunikation, in einer Polizeibehörde gewesen. Das Ehepaar war erst seit 7 Jahren verheiratet. Der Sohn, Chad Bernier, war reife 16 und ging auf die lokale Highschool. Die Tochter, Cathryn Bernier, war nur 10 Jahre. Und in den Unterlagen stand, dass sie „Special Need“ benötigte. Sie ging auf das Tampa Language und Learning Center.

Die Kinder waren von Tim und seiner verflossenen Ehefrau Sarah. Agent Felix fand insgesamt fünf Sarah Berniers in Kalifornien und Chicago. Eine Sarah aus Chicago hatte laut der Rating-Agentur eine gute Kreditwürdigkeit, was zum Lebensstil von Tim passte. Und sie hatte später den Namen geändert. Agent Finn rief bei der Schule an, die ein Institut war für Menschen mit Hörbehinderungen.

Overwatch

Bereits in der Nacht starteten sie ihre Observierung. Bis auf eine regelmäßige Polizeipatrouille blieb es ruhig. Die Berniers waren die einzige afroamerikanische Familie. Chad Bernier kam erst kurz vor Mitternacht auf seinem Bike und stakste mit etwas unsicherem Gang durch den Einlass in der rosagetünchten Mauer zum Hintereingang.

Die Agenten Freeman und Finn beobachteten das Haus von einem etwas entfernen Hügel. Ihnen war, als wäre eine dunkel gekleidete Gestalt noch vor dem Sohn auf dem Grundstück herumgeschlichen. Sie verließen ihren Beobachtungsposten, aber da war nichts zu sehen. Sie kletterten über die Mauer, die Hintertüre, eine Glasschiebetür zum Pool, war zu, aber würde sich mit einem kleinen Trick öffnen lassen. Es waren auch keine weiteren Zeichen zu sehen. Aber das Zeichen an der leicht versteckten Haustüre war immer noch sichtbar. Die Riefen zogen sich fast fingerdick in das Holz. In dieser Nacht tat sich nichts mehr.
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Stefanie
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Re: Trickle Down Effect - Delta Green bei Roland - Woche A - 07.09

Beitrag von Stefanie »

Interviews mit Familie Bernier

Sie organisierten sich den Grundriss des Anwesens:

Bild

Freeman und Frederick wollten einen ersten Kontakt mit den Berniers starten. Nach den Kindern Chad und Kathryn trudelte am späten Nachmittag auch Tim Bernier ein. Die Stiefmutter Evelyn hatte sich über den Tag immer wieder mal im Garten umgesehen.

Evelyn Bernier ließ sie ein und führte sie ins Wohnzimmer. Frederick studierte die Bücherlandschaft – es ging eher um technische Themen. Der Sohn Chad linste kurz von oben und verzog sich wieder in seine Räumlichkeiten. Evelyn schien es eher auf einen Scherz zu schieben, aber die FBI-Agenten blieben ernst. Das Zeichen tauchte vor einer Woche auf, aber sie hatten nichts gehört. Von der Ausführung her könnte es eine Tierkralle sein oder vielleicht ein Stemmeisen. Darin war eine rötliche Füssigkeit – menschliches Blut der Blutgruppe A+ – eingelassen und eine schwarze Substanz. Die Police Officers gingen davon aus, dass der Schmierfink sich dabei selbst verletzt hatte.

Aber Evelyn schien immer noch unsicher. Als Freeman fürsorglichen Druck ausübte, druckste die Ehefrau herum. Sie habe ein sehr schlechtes Gefühl, das Zeichen wäre nicht normal. Irgendetwas würde hier nicht stimmen. Dabei wäre die Nachbarschaft sehr solide, und es war auch nichts vorgefallen bislang. Und es habe auch sonst keine Veränderungen gegeben.

Dann kam auch Tim Bernier nach Hause. Er tat die Angelegenheit als Scherz ab. Sie hätten doch keine Feinde. Beruflich wäre auch alles in Ordnung. Er war bei IBM beschäftigt in der Entwicklung und würde Microchips herstellen.

Gemeinsam ging es nach oben, die Eltern gluckten fürsorglich hinterher. Sohn Chad schien eher schlecht als recht Gitarre zu lernen, war der neuen Musikform HipHop zugeneigt und besaß einige gemäßigte Fantasybücher. Er gab sich pubertär ernst und tat die Sache cool ab. Vermutlich wären es seine Schulkameraden.

Aber dann schaute er kurz zu seinen Eltern und berichtete von Geräuschen im Haus. Er hatte den Verdacht gehabt, dass da wer wäre. Er hatte dann immer nachgesehen, und es war dort keiner. Zusammen schauten sie nun einmal im kleinen Kriechspeicher nach. Frederick hatte da ein ganz mieses Gefühl, und ihm stellten sich die Haare auf. Mit einem Codewort machte er auch Freeman darauf aufmerksam. Es war nur ein normaler Abstellraum mit einigen alten Spielsachen. Es war nichts zu sehen. Aber beide Agenten hatten das Gefühl, beobachtet zu werden. Vielleicht hatte es auch damit zu tun, als hinter ihnen nun die neugierige Tochter Kathryn auftauchte.

Das Interview mit ihr war spezieller, da die gute Kathryn taubstumm war. Glücklicherweise war Frederick hier verständig mit der Taubstummensprache. Kathryn schien in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten und besaß einige Bücher über Elektrik. Die ganze Familie gluckte nun misstrauisch und fürsorglich über der kleinen Schwester. Sie wies sämtliches Wissen ab. Aber der erfahrene Frederick spürte, sie wusste mehr. Aber sie wollte das hier nicht in Anwesenheit der anderen äußern.

Das beste war, sich mit Kathryn einmal getrennt in der Schule zu unterhalten. Draußen war nichts passiert, nur die Polizei fuhr fürsorglich alle 2-3 Stunden am Haus vorbei.

Nachtschicht mit Joker

Auch in der nächsten Nacht beobachteten sie wieder das Haus. In der Schicht von Felix und Fornell, es ging auf die 11 pm zu, bemerkten sie etwas. Ein Schatten? Der Halbmond gab ein fahles Licht. Mit ihren Nachtsichtgeräten suchten sie nach dem Verursacher, aber da war nichts. Der humanoide Schatten bewegte sich vom Pool zur Hintertür.

Die beiden Agenten sprinteten zum Grundstück und hechteten zur Hintertüre. Leise öffnete Fornell die Türe, und sie schlichen sich ins Haus. Das erste Ziel ist das Elternschlafzimmer. Die Eltern schliefen, auch wenn Evelyn etwas unruhig war. Dann ging es hinauf zu den Kindern. Chad schlief mit seinen geliebten Kopfhörern. Kathryn saß in ihrem Bett mit der Nachttischlampe und schaute verwundert. Sie erschrak ob der seltsamen, alienartigen Gestalten – Agenten mit ihren Nachtsichtgeräten. Sie gab einen spitzen Schrei von sich. Während Felix nun Kathryn beruhigte, musste sich Fornell der herannahenden Familie erwehren. Kurzerhand nahm er Chad den Baseballschläger ab, und sie als FBI gaben einen unbekannten Eindringling bekannt.

Sie scheuchten die Familie in die Küche und warteten auf die Verstärkung durch Freeman und Frederick. Das dauerte, und der Familie wurde immer mulmiger ob ungewisser Eindringlinge. Endlich trudelten die anderen verschlafen ein. Frederick beruhigte die Familie, während die anderen das Haus durchsuchten. Bei ihnen allen stellte sich das Gefühl ein, beobachtet zu werden.

Sie machten überall das Licht an und suchten nach unlogischen Schatten. War da nicht etwas? Aber dann war da doch nur ein tiefer Schatten. Schließlich sah er im Wohnzimmer auf einem Bild einen kleinen Stecknadel großen, dunklen Punkt. Aber als er mit der Taschenlampe darauf zielte, verschwand der Punkt. Nach einer Weile verschwand das Gefühl, beobachtet zu werden.

Frederick nutzte die Gelegenheit und zog die Tochter Kathryn zur Seite. Er bohrte nach, dass da noch mehr war. Sie druckste herum und meinte, sie habe einen neuen Freund gefunden. Er würde sie abends besuchen. Dunkel sei er, wie ein Schatten. Er würde mit ihr in der Zeichensprache plaudern. „Süße“ (Sweet) würde er heißen. Sie würden sich dann über ihren Tag unterhalten und bei ihr bleiben, bis sie einschlief. Und etwa seit einer Woche würde der neue Freund kommen. Gerne würde Kathryn ihren Freund fragen, ob er mal mit dem lieben Frederick sprechen würde.

Das Gespräch war Evelyn nicht entgangen. Sie wollte gerne die Polizei hinzuziehen. Die Agenten nickten, dass eine Polizeiwache vor dem Haus sicher wäre. Auch Frederick erklärte sich bereit, im Haus zu übernachten, um die Familie zu beruhigen mit seiner fürsorglichen Seriosität.

Alle Wege führen nach Chicago

Sie schauten sich ihre gesammelten Informationen an. Das Zeichen an der Tür hatte wohl dem Wesen den Weg hierher geebnet. Also würde es auch nichts nutzen, wenn sie das Zeichen entfernen würden. Aber in der Hypergeometrie war keiner von ihnen bewandert. Zum Glück fiel Agentin Finn hier der alte Agent Hauser ein. Der hatte damals mit der Hypergeometrie um sich geworfen, bis er schließlich in einer Anstalt in Neuengland gelandet war.

Sein Schüler Freeman suchte Hauser auf. Der wusste nur zu berichten, dass in den 70er Jahren in Chicago ein Kult ausgehoben wurde von diesem Kore-Yos / YogSoggoth. Das war nicht gut ausgegangen, einige Agenten waren verletzt worden von Krallenspuren. Artefakte waren leider irgendwo bei der Polizei verschütt gegangen, vielleicht ein Altarstein, der bei Ritualen bei Opferungen verwendet wurde. Die Kernaussage war, dass es schattenhafte Wesen gegeben hatte. Eine Evakuierung der Familie würde wohl nichts nutzen, da es nur eine Pause geben würde.

Der einzige Hinweis war, dass Tim früher in Chicago gearbeitet hatte. Dort hatte er auch seine Frau Sarah verlassen. Die hatte dort bei der Polizei gearbeitet und hatte ihren Namen geändert. Tim hatte wohl reißaus genommen von seiner Frau. Das musste man unbedingt genauer beleuchten.

Nachtschicht mit Flashlight

Sie munitionierten sich mit großen Scheinwerfern auf. Frederick wurde auf Kathryn angesetzt und Freeman nebst Finn setzten Tim zu. Das Gespräch mit ihm fand am Abend im Garten statt. Das Thema Chicago war ihm sehr unangenehm. Sarah war damals in einem Spezialermittlungsteam, wobei ihr Partner getötet worden war. Danach hatte sie sich immer mehr zurückgezogen, weil es sie so mitgenommen hatte. Sie hatte sogar Wahnvorstellungen und wollte auch die Kinder immer mehr auf ihre verquere Seite ziehen. Sie brachte ihnen Lieder bei und verletzte die Kinder mit seltsamen Schnitten in Form eines abstrakten Astsymbols. Erst zog Tim aus, dann beantragte er das Sorgerecht und zog schließlich weg. Er brachte ein altes Familienbild und gab den Agenten die letzte bekannte Adresse. Ihr Mädchenname hieß Moreno.

Dann versteckten sie sich wieder oberhalb des Hauses. Die Polizei wachte brav vor dem Haus. Und die Berniers gehen schlafen. Frederick lauerte im Wohnzimmer. Tatsächlich tauchte kurze Zeit später das Wesen auf. Es schien aus dem Pool herausklettern und schweb-schlich zur Hintertür, wo es verschwand.

Einige Minuten später kam Kathryn hinunter zu Frederick und schüttelte traurig den Kopf. Der Schattenfreund wollte nicht mit Fremden reden und meckerte auch, dass Kathryn es verraten hatte. Aber dann hätte es sich in einem Pünktchen aufgelöst. Frederick schaute sich in Kathryns Zimmer um und rief nach Sarah. Es tat sich nichts. Dann schickte er Kathryn raus und drohte der mutmaßlich anwesenden Sarah. Sie wären ihr auf den Fersen.

Die Gänsehaut kam zu spät, dann packte ihn von hinten etwas mit den Krallen und schleuderte ihn durch den Raum. Mit dem Funkgerät in der Hand schaute er sich um und sah … einen Schatten und Krallen, die sich in seinen Brustkorb gruben. Er wurde immer näher an das Fenster gestoßen. Aber dann riss er die Maglite hoch. Der Schatten ballte sich zu einem kleiner werdenden Punkt zusammen. Ein weiterer Lichtstrahl, und der Schatten war verschwunden. Die anderen waren nun herbei gestürmt und inspizierten den Pool – aber da war nichts.

Finn recherchierte hinter Sarah Bernier-Moreno hinterher und fragte ihren Dad, der beim NYPD beschäftigt war. Er horchte in Chicago nach. Und die Kollegen mauerten ziemlich. Felix setzte nun auf die FBI-Karte und hakte hinterher. Erst unter erheblichen Druck kam heraus, dass Sarah bei dem damaligen Einsatz eine Pension bekommen hatte, und ihr Partner war verschwunden. Sie bekamen eine Adresse in einer eher schlechteren Wohngegend.

3 Stunden bis Chicago

Sie hinterließen der Familie die Taschenlampen und setzten sich in den nächsten Flieger. Am Nachmittag erreichten sie das heruntergekommene Mietshaus mit ca. 30 Parteien. Die Ziegel bröckelten ganz gut. Hinauf, kurz gelauscht, dann leise eingebrochen. Die Bude war ein reines Desaster von Müll und Gestank.

An einer Wand hing eine sehr detailreiche Karte der USA. Mit kleinen Reißzwecken waren Reißzwecken von Chicago nach Indiana, nach Tennessee. Dann ging es weiter mit Filzschreibern bis knapp vor Alabama. Wenn man die Linie verlängern würde, würde der Weg bis nach Florida reichen.

Darunter stand:
Bild

Freeman sichtete parallel ihre Unterlagen. Sie war bankrott und hatte so einige Kreditkarten überzogen. Aber regelmäßig hatte sie die Rechnung für ein Lock-em-Up Self Storage bezahlt. Die Adresse war dabei. Also dahin. Eine ehemalige Fabrik aus Backsteinen.

Finn und Frederick beschäftigten den nervigen Aufseher Sunny, während der Rest zum Locker 31 schlich. Die Tür war zu, kaum ein Problem für Freeman. Es roch streng. An der Tür stand ein Eimer für die Notdurft. Daneben ein dreckiger Schlafsack. Hinten stand ein hüfthoher schwarzer Block, der ein wenig bläulich leuchtete. Er wirkte fast wie poliert wies in den Reflektionen seltsame Winkel auf. Gute 150 Kilo schwer.

Mit einer einfachen Bohrmaschine setzte Fornell dem Stein zu. Gaaanz vorsichtig, denn er hatte ein sehr mieses Gefühl. Endlich war das Loch groß genug für eine Sprengladung. Es gab einen ziemlichen Rums.

Unten randalierte Sunny und wurde von Frederick ruhig gestellt. Sie hasteten zum Raum, wo nun aus dem Block ein gutes Stück herausgebrochen worden war. Mit aller Kraft transportierten sie die Steine zum Lake Michigan und deponierten sie an unterschiedlichen Stellen im tiefen Wasser.

Sarah selbst blieb verschwunden. Und das Verfolgen der Familie Bernier hörte mit diesem Tag auf.

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